Andreas Oesch

Andreas Oesch

“Zum Künstler Andreas Oesch: Seine Bilder sind Ausdruck einer, vielmehr seiner, persönlichen und künstlerischen konsequenten Weiterentwicklung. Der Mensch Andreas Oesch lädt den Rezipienten ein, in seine künstlerische Welt einzusteigen. Technisch betrachtet durch die situative Gestaltung des Pappmachés als Fenster. So sind wir eingeladen aus der Welt des Betrachters, von Fenster zu Fenster, also von Bild zu Bild zu gehen und die Natürlichkeit des Tessins mit den Gefühlen und Betrachtungen des Künstlers zu durchwandern; Schlupflöcher zu verwenden. Über die Natürlichkeit der zugrundeliegenden Fotomotive geleitet uns der Künstler, gleichsam spielerisch, in die Natur. Hält uns an zu verweilen, Träume, Phantasien und aber auch Erinnerungen werden zu lassen. Oesch generiert über seine Kunstform die Natur des Vergangenen zur Gegenwart. Obwohl Andreas Oesch in seinem ursprünglichen Beruf Medienpädagoge ist, ist sein Ausdrucksmittel keinesfalls als ein erhobener Zeigefinger zu verstehen. Nein, er will nicht erziehen! Er vermag es, diesen pädagogischen Zeigefinger zu einer, dem Betrachter wohlmeinenden, ausgestreckten Hand zu formen: wenn Du möchtest komm herein! fühle Dich! Sei einfach Du! – integraler Bestandteil des Bildes.”
 
Prof. Dr. Dr. A.W. Schiesser, Wien
 
Philiosophie der Bildreihen Mauern und Verzasca
 
Anfangs waren es die Elemente: Feuer, Wasser, Luft, Erde, die mich fesselten. Hier fokussiert auf Erde und Wasser. Von ihnen erhalte ich die Inspiration für die Entstehung meiner Bilder zwischen Wirklichkeit und Traum auf der Einen sowie Natur und Mystik auf der anderen Seite. Sie sind wie offene Fenster mit dem Blick in neue Dimensionen.
 
Eine subtile Verschmelzung von Foto, Farbe und Technik sollen Augen und Gedanken erst in vertraute Bilder locken und dann gefangen nehmen. Im Tessin (Schweiz) ist es die das sprudelnd, klare Wasser der wilden Verzasca, die verschiedenen Arten von Mauern, die durch Synthese von Realität und Vision den Betrachter ins Unendliche schweifen lassen und seine Aufmerksamkeit führen, wohin es die Seele drängt. Konkrete Bilder und Momente lösen sich auf in ein abstraktes Miteinander – ins Nirgends und Überall, ins Nahe und Ferne, weg vom Vertrauten in neues unbekanntes Terrain. Wahrnehmungen verschieben sich und lassen Einklang und Widerspruch miteinander aufleben.
 
Die Aneinanderreihung verschiedener Bilder eines malerischen Wasserweges oder der Anblick einer Mauer ermöglichen zusätzliche Vertiefungen und Wirkungen. Gedanken werden frei und erschaffen durch die Betrachtung verschiedener Ausschnitte neue Eindrücke und Einsichten, die zu ganz eigenen Geschichten werden. Unbekannte Welten öffnen sich und lassen neue Dimensionen für Seele und Geist entstehen. Die Bilder schaffen Ausgangspunkte, um Gedanken und Gefühle auf eine unendliche Reise zu schicken.
 
Vita
 

  • 1956 geboren in Basel (Schweiz)
  • Lehrerausbildung
  • diverse Aus- und Weiterbildungen in Theater und Kunst
  • heute tätig als Medienpädagoge im Fürstentum Liechtenstein und Kunstmaler mit Atelier in Brione sopra Minusio (TI/Schweiz) und Sevelen (Ostschweiz)

Eine Auswahl an Kunstwerken von Andreas Oesch finden Sie hier >>
 
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