Kunstausstellung “caratart Episode 1”

Kunstausstellung “caratart Episode 1”

Junge, innovative Kunst trifft auf international renommierte Künstler. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, junge Talente im Rahmen eines wegweisenden Mentorenprogramms mit etablierten Kunstschaffenden zu vernetzen. Seien Sie Zeuge dieser spannenden Begegnung!
 
Im Rahmen der Ausstellung „caratart Episode 1“ zeigen High Potentials und international renommierte Künstler auf den zehn Etagen des carathotel Basel / Weil am Rhein ihre neuesten und besten Werke.
 
Wann: Nach Beendigung der Ausstellung der Originale am 19. Juni 2011 zeigen wir Ihnen ein weiteres Jahr lang Reproduktionen der Kunstwerke.
 
Wo: carathotel Basel / Weil am Rhein, Alte Str. 58, 79576 Weil am Rhein www.carat-hotel-basel.de

Vernissage

Zur Vernissage am 14. Juni erwartet Sie zudem eine eindrucksvolle Licht- und Musikinstallation. Mit “Vision & Sounds” erleben Sie die Premiere einer einmaligen Darbietung. Mehr Informationen zu dem Event finden Sie hier >>
 
Es erwartet Sie ein erlebnisstarkes Event, dass am Vorabend der Art Basel ein Zeichen setzt. Treffen Sie Entscheider, Macher und junge kreative Köpfe der freien Kunstszene und erfahren Sie mehr über das Mentorenprogramm von caratart e.V.

Teilnehmende Mentoren & Künstler:

Männergesellschaft, Buntstift, 50 x 73 cm, 2007, 3.000 EuroStefan Beltzig reizen, wie viele Künstler, Orte, die sich im Umbruch befinden und denen einschneidende Veränderungen bevorstehen. In seinem aktuellsten Zyklus „Palma“ widmet sich Beltzig dem Endergebnis eines Transformationsprozesses, den eine alte Mittelmeerstadt über Jahrhunderte erfahren hat. Seine Observationen von alten Männern in spanischen Cafés vermitteln dem Betrachter ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer geschlossenen Gemeinschaft und lassen gleichzeitig erahnen, dass diese Art der Lebensführung nicht nur mit dem Tod der Männer in den Bildern enden wird, sondern bereits durch die Vereinnahmung des Dorflebens durch die schnelllebige Außenwelt bald der Vergangenheit angehören wird.
 
Bild Jedes Bild von Bombolo ist Ausdruck einer eigenen Persönlichkeit, wie sie in sich geschlossener kaum vorstellbar ist. Und manchmal hat der Betrachter fast den Eindruck von einer unendlichen Reihe von Selbstporträts, die die vielen Aspekte, die unterschiedlichen Facetten des Menschen Bombolo zeigen.
 
Hendocs Objekte aus dem Projekt ei-che.de sind eine kraftvolle Hommage an die Natur in der Form archetypischer Sitzkultur. Auf den ersten Blick hart, schmiegen sich die „Sitzeier“ charmant an den Allerwertesten des Besuchers.
 
Als Fotograf hat sich Werner Pawlok mit Kunst-Fotografie Projekten international einen Namen gemacht. Werner Pawloks Bilderzyklen „Dantes Commedia“ und „Dantes Commedia II“ reihen sich ein in eine prominente Galerie von Bilderfindungen zur bedeutendsten Dichtung der italienischen Literatur. Doch Pawlok illustriert die von ihm ausgewählten Gesänge nicht, er entwirft vielmehr visionäre Bildmetaphern, die auf Dantes Verse mit entschiedener Geste reagieren, aber ihr eigenes Vokabular entwickeln.
 
It's a flowersworldDie Baslerin Christine Battaglia-Zumstein befasst sich in ihrer Bilderreihe “it’s a flowersworld” mit dem Gedanken des Werdens, Blühens und Vergehens. Jedes dieser Phasen hat etwas faszinierendes, einmaliges und letztlich nichts bleibendes. Es ist ihre eigene Art mit den medialen Geschehnissen und Weltereignissen umzugehen.
 
Die Auseinandersetzung mit der Barock-Malerei und ihrem besonderen Stimmungsgehalt ergeben einen spannungsvollen Kontrast zu den früheren Werken von Andreas Beck. Obwohl Arbeiten aus dem Zyklus auf den ersten Blick zum Teil abstrakt anmuten, enthalten die Titel der Bilder Momente des Ironisch, Zynischen, Lyrischen, Poetischen und Absurden. Sie sollen eine leichte Verwirrung schaffen, sind ein Metakonstrukt gegen den ersten oberflächlichen Blick. Die Titel versuchen den Betrachter in das Bild hineinzuziehen, lassen sie lachen, sich wundern – und nachdenken.
 
Der Frankfurter Künstler Nicolaj Dudek arbeitet virtuos mit einer Vielzahl von Materialien. Mit Kohle, Wachsstift, Bleistift, Tinte oder Wasserfarbe auf Papier und Lochkarten. Mit Gouache auf Magazinseiten. Und wie auf den in der Ausstellung gezeigten Werken mit dem Tacker auf Wänden, Gipskartonplatten und Holz.
 
Von dort 01, Khan om shanti 01, Acryl auf Holz, 95 x 145 cm, 2009, 6.800 EuroTanja M Ernst beschäftigt sich seit 2002 mit dem Thema Heimat (allein in den Jahren 1998 – 2004 Besuch von 17 Heimat- und Freilichtmuseen in Deutschland, Frankreich, Spanien und den USA) und mit der Frage, wie sich das Thema in der deutschen Gesellschaft entwickelt. Das Projekt „Unschuld in Eden“ versucht zu zeigen, wie eine kleine Gruppe deutscher Fans, eine “kleine exzentrische Familie”, in indischen Filmen ihre Heimat gefunden hat.
 
Hannah Feigl schafft assoziative und gleichsam lebensnahe Portraitinterpretationen, die private und intime Wesenszüge der Porträtierten aus der trivialen Unbewusstheit des Alltages in den geschützten Raum der Kunst zu transponieren vermag.
 
In Sachsenhausen, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm, 2007, 1.500 EuroGegensätze ziehen sich an. Und im Fall von Natalie Goller und Helge Steinmann a.k.a. Bomber ergeben sich aus dieser künstlerischen Symbiose tolle Gemeinschaftsarbeiten, die Gollers Malerei mit Graffiti Elementen vom Bomber verbinden. Gollers Heimat ist nach dem Studium in Stuttgart die Mainmetropole Frankfurt geworden. Diesen Heimat gewordenen Beton setzt sie in einen neuen Kontext und überlässt dabei dem Betrachter den Blick hinter die Fassade. Menschen sucht man vergeblich auf ihren Bildern. Farbenfroher geht es bei Helge Steinmanns auf die Leinwand gebrachten Graffitis zu. Doch zwischen den Farben lauern auch politische und sozialkritische Spitzen.
 
Till Krautkrämer ist ebenso wie sein Mentor Werner Pawlok Fotograf; jedoch lassen sich seine Projekte eher der Konzeptkunst zuschreiben. Im Projekt „Meatwater – Dinner in a bottle“ persifliert er die Konsumkultur des 21. Jahrhunderts, die insbesondere in den USA, Krautkrämers Heimat seit 1996, skurrile Blüten treibt.

 
o.T. (23.03.2011), Tusche, Aquarell auf Leinwand, 30 x 30 cm, 2011, 900 EuroDmitri Krenzers Arbeiten zeichnen sich durch ihre Reduziertheit aus. Krenzers zumeist in Acryltechnik gemalten Bilder wirken streng durchkalkuliert, der Tradition der Konkreten Kunst verpflichtet. Nur auf den ersten Blick zeigen sich seine Arbeiten dabei als streng serielle Reihungen von Punkten. Beim näheren Hinsehen öffnet sich dem Betrachter ein bildnerischer Kosmos, der Elemente wie Raum, Zeit und Vergänglichkeit mit einschließt.
 
Guido Michl zeigt eine kleine Retrospektive von Graphit- und Buntstiftzeichnungen, die einen Ausschnitt seiner Themen bietet: Figürliches, Porträt, Interieur und “Morph-Gestalten” (eine Technik, welche die dargestellte Figur umschreibt, z.B. durch Hintergrund und Kleidung, die Person selbst aber auslässt).
 
Weisser Wald, Acryl auf Leinwand, 130 x 100 cm, 2010, 1.150 EuroDer Wald und das Wasser – auf diese Motive konzentriert sich Mike Prinz aktuelle Serie der so genannten Seewälder. Obgleich es sich hier um Naturmotive handelt, wirken einzelne Elemente und Baumgruppen wie Figuren, die sich immer neu in der Landschaft anordnen und sich auf bizarre Weise im Wasser spiegeln. Das figürliche Zeichnen, das in einer früheren Schaffensphase stark im Mittelpunkt stand, fließt unübersehbar – und ganz bewusst – ein in die Landschaftsbilder der letzten Jahre. Neben den zum Teil sehr morbide wirkenden Wäldern und Baumstämmen, die die Bilder des Künstlers bevölkern, machen vor allem die expressionistischen Farben seinen besonderen Stil aus.
 
Die großformatige Malerei Stefan Stichlers sind persönliche und sehr expressionistische Abschriften seiner Gefühls- und Gedankenwelt. Aufgewachsen im Frankfurt der 80er Jahre mit Punkrock, Skateboard und der kreativen Kraft des Undergrounds lässt er sich in seiner Kunst von nichts einengen. Weder von Grenzen des Anstands, den Maßstäben der Gesellschaft und schon gar nicht von den Kanten eines Papiers oder einer Leinwand.
 
Englischer Garten I - 1746, Fotodruck auf Aluminium-Dibond, 125 x 125 cm, limitierte Auflage, 2010, 1.190 EuroBei einer realistischen Malweise wie Gabriele Strehlausie praktiziert, wähnt man sich als Betrachter und als Bildschaffender leicht in Sicherheit, glaubt die Geschichte dahinter zu erkennen. Doch genau diese vermeintliche „eine“ Deutung möchte sie nicht zulassen. Die Geschichten, die sie mit ihren Bildern erzählt, liegen ganz im Auge des Betrachters, sollen an Unterbewusstem rühren, Assoziationen wecken.
 
Betrachtet man die Lichtmalerei von Tom Zilker mit genügend räumlichen Abstand, so ist nicht zwingend zu unterscheiden, ob es sich bei dem Bild um eine Fotografie oder eine impressionistische Malerei handelt. In der Natur bestehende Strukturen werden interpretiert, verstärkt, mit der vorhandenen Lichtstimmung modelliert und verwaschen. Damit kann das wesentliche Merkmal des abgebildeten Objekts zum Vorschein kommen.
 
In den abstrakten modernen Skulpturen der Bildhauerin Maritta Winter überwiegen runde Formen, die an die Grosszügigkeit der Natur, die Sinnlichkeit eines Körpers und auch an die Bewegtheit des Tanzes erinnern. Zärtlichkeit und Stärke kommen zum Ausdruck.

Ausstellungskatalog

 
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Den Ausstellungskatalog gibt es hier auch als pdf zum herunterladen: Katalog caratart Episode 1 >>