Mathias Köhler aka Loomit

Mathias Köhler aka Loomit

1983 erhält der damals 15jährige erste Informationen über die New Yorker Hip Hop Bewegung, die ihn zur illegalen Bemalung des Buchloer Wasserturms inspiriert. Die Dosen werden von der Mutter gestellt und das Bild erscheint in der lokalen Presse. Durch diesen Erfolg beflügelt folgen weitere Bilder. Der Umzug nach München erweitert den Horizont, da hier schon mehrere Sprüher aktiv sind. Nach dem ersten Gerichtsverfahren 1984 wird das Pseudonym Loomit zu ersten Mal verwendet. Die folgenden Jahre und Jahrzehnte sind geprägt von zahlreichen inspirierenden Reisen und der zunehmenden Legalisierung seiner Kunst.
 
Werdegang, Projekte und Reisen (Auswahl):
 

  • 1986 Sommer: erste Reisen nach Dortmund, Amsterdam und Paris, bei denen viele Kontakte geknüpft und Bilder gemalt werden.
  • 1987: Zweites grosses Gerichtsverfahren mit 17 Seiten Anklageschrift, endet mit 100 Stunden Sozialarbeit und einem Vergleich mit der Bundesbahn. Erste Reise nach New York, Kontakt zu Henry Chalfant, Autor des Buches Subwayart und Sprüherlegende Seen.
  • 1989: Im Bürgerpark Oberföhring wird der ehemalige Kohlebunker zur Bemalung freigegeben.
  • 1992 Februar: Beginn einer elfmonatigen Reise durch Neuseeland, Australien, die USA, Kanada und England. Im Durchschnitt entstehen 4-5 Bilder im Monat, jeweils in Zusammenarbeit mit lokalen Writern.
  • 1993: Bemalung des Badezimmers der Familie von Christan Ude, Bürgermeister von München. Wolfgang Nöth  erteilt den Auftrag zur Außengestaltung des ehemaligen Flughafen Riem, der für Konzertveranstaltungen und Flohmarkt genutzt wird.
  • 1995: Ausbildung zum Tätowierer durch Altmeister Seen in der Bronx. Im Dezember Teilnahme an der Gestaltung eines Hochhauses in Bergedorf-Lohkamp, das als höchstes Graffiti der Erde ins Guiness Buch der Weltrekorde einging.
  • 1996: Erste Einzelausstellung in Darmstadt. Reisen nach New York, Perth, Adelaide und Melbourne.
  • 1997: Einzug in das Studio im Kunstpark Ost , dessen zahlreiche Außenwände über die Jahre mit vielen internationalen Gästen gestaltet werden.
  • 1998 Juni: Gemeinsame Reise mit Daim, Can2, Tasek und Seemso nach Miami um in 2 Wochen 3 Fassaden zu bemalen. Danach Mitarbeit an einem Bild am Fußballstadion in Nantes zur Fußballweltmeisterschaft.
  • 1999: Die Firma Bristol Myer Squribbs bestellt für ihre Filiale in München 35 grosse Leinwände. Arbeitsreisen nach England, Italien, Österreich und Brasilien. In Sao Paulo entstehen tiefe Kontakte zur lokalen Szene.
  • 2000: Arbeitsreisen nach New York und Toronto, danach Teilnahme an der ersten Urban Discipline Ausstellung in Hamburg. Reise nach Auckland (Neuseeland) um an der Veranstaltung “Disrupt the system” teilzunehmen.
  • 2001: Zusammen mit Daim, Toast, Daddy Cool, Seak und vier weiteren Kollegen wird in Bergdorf das Dock-Art Bild zu den Geburtstagsfeierlichkeiten des Hamburger Hafens gemalt. Im Juni Teilnahme an der zweiten Urban Discilpline Ausstellung  in Hamburg.
  • 2002: Verleihung des Schwabinger Kunstpreises durch Bürgermeister Christian Ude. Teilnahme an „Chromopolis“, einer Aktion des griechischen Kultusministeriums im Rahmen der „Cultural Olympiade“, bei der 5 Großproduktionen (je ca. 160qm) zum Thema Frieden gemacht wurden.
  • 2003: Im April ensteht in Antwerpen eine 800qm Fassade zu Themen der Stadt und in München entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Kunstpark Ost die Kultfabrik, in der die klassische „Hall of Fame“ einem großen Publikum zugänglich gemacht wird.
  • 2004: Juror und Teilnehmer des Plural Plataforma Projekts El Burrero , bei der ein ganzes Dorf auf Las Palmas mit über 30 Grossbildern gestaltet worden ist.
  • 2005: Gestaltung des Fussball- und Eishockeystadiums in Salzburg für Red Bull.
  • 2007: Teilnahme an der Fabulous Desorders –Ausstellung in der Caixa Federal in Rio de Janeiro.
  • 2008: Gestaltung des Hubert von Goisern – Konzertschiffes  zur Donautour.
  • 2009: Erste Chinatour duch 8 Städte im November.
  • 2010: Teilnahme am Rahmenprogramm des Deutschlandtages auf der Expo Shanghai.

Aus dem künstlerischen Werdegang wird ersichtlich, welche hohe Bedeutung das Reisen für einen Streetart Künstler wie Loomit hat. Eindrücke von seiner Reise nach Indien gibt es in den beiden pdfs “Loomit auf Reisen” nachzulesen:
 

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