Künstler Archiv

Hendoc und sein neues Atelier in Frankfurt

Künstler und Holzbildhauer Hendrik "Hendoc" Docken

6. Juni 2013 Künstler Kommentieren


caratart Mentor und Ausnahme-Bildhauer Hendoc bezieht sein neues Atelier in Frankfurt. Das hat er auch zum Anlass genommen, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Über seine Geschichte, seine Werke und das Konzept des neuen Ateliers.

Geschichte

1989 eröffnete er in der Altstadt von Bad Homburg seine erste Werkstatt in den Räumen einer alten Wagnerei, die seit Jahrzehnten vor sich hin schlummerte. Sprossenfenster, Werkzeuge aus den 30er Jahren und ein kleiner Holzofen waren auf 35 Quadratmetern von einer Schicht aus Spinnweben und Staub verhüllt.  Hier wurde der erste Adler geschnitzt.

1991 zog er nach Oberursel in ein Schlachthaus aus der Jahrhundertwende, wieder in der Altstadt und wieder mit Sprossenfenstern.  Diesmal auf 80 qm und mit Zentralheizung und Wohnung. Hendoc verlebte dort neun wunderbare Jahre mit viel Schaffenskraft und feinen Festen. Der Adler wurde in der Ackergasse viele Male immer wieder neu erfunden und geschnitzt.  1999 kam die Eigenbedarfsklage und im Mai 2000 zog er endlich in den Wald, den er als Kind schon bespielte.

Das ehemalige Wanderlokal `Zur Heidetränke` wurde sein Domizil. Ohne Strom, Telefon, Wasser, Heizung und Handyempfang, dafür Platz bis zum Horizont und keine Nachbarn auf den nächsten 2 Kilometern. Die Kettensägen können hier das ganze Jahr durch zu jeder Zeit angeworfen werden und ein 6 Meter großer Adler ziert heute das Entree. Nach 3 Jahren des Zusammenlebens mit Stromgeneratoren, grub er 2003 vier Monate lang mit Hilfe einiger Freunde einen knapp zwei Kilometer langen Graben und versenkte dort Telefon- und Stromkabel. Die Freude, einen Lichtschalter zu betätigen, ohne den alten Hatz-Diesel im Hintergrund zu hören, war größer als alle Weihnachten zusammen.  2008 wurde ein Brunnen von 100 Meter Tiefe gebohrt, der seitdem Wasser feinster Qualität liefert. Im Sommer ist die Heidetränke ein Paradies, im Winter ein Albtraum.

So beschloss Hendoc am 12.12.2012 wieder in die Stadt zu ziehen. Da er alte Häuser sehr mag, kam er durch einen glücklichen Zufall in die Rosenbergerstr.6 und verliebte sich dort im Nu in das Schmuckstück. Die Adler werden mittlerweile in Bronze gegossen und sind hinter Panzerglas sehr behütet und gut beleuchtet ausgestellt. Außerdem gibt es wieder eine Zentralheizung.

Konzept

Bronzen

Die Bronzen werden  9 Mal gegossen, wovon nur 7 in die Serie gehen. Der Anguss und ein weiteres Exemplar bleiben im Besitz des Künstlers. Danach wird die Form zerstört, in sieben Teile gesägt und unter den Besitzern der Bronzen aufgeteilt.

Die Preise der Bronzen sind gestaffelt, so dass sich nach dem  Verkauf, der Wert der Bronze jeweils um 10% steigert.

Adler Bronzen

Das zentrale Thema seiner Arbeit ist seit 1989 der Adler in seiner eleganten, engelshaften und siegreichen Form. Aus dem Symbol unserer Stadt und unseres Landes wurde kontinuierlich die Aggression herausgenommen, so dass er sich heute als `neuer Adler` versteht.

  • Serie 1 von 2003                    5 von 7 derzeit  erhältlich
  • Serie 2 von 2012                   6 von 7 derzeit  erhältlich
  • Serie 3  in Arbeit

Holzdruck

Die Hendoc-Aktie ist der aus 7 Druckplatten bestehende Holzdruck mit dem Bildnis des Adlers. Seit dem 9.11.1994 presst er Farben, die ihn inspirieren, auf feinste Papiere. Bei jeder Farbschlacht entstehen 12 Drucke von denen 10 in die Serie gehen.  Bis heute wurden 230 Drucke hergestellt, die Maximalauflage liegt bei 1000. Derzeit liegt der Preis pro Druck bei € 480.  Die Wahl des Rahmens ist Kundensache.

Eier

Die Geschichte der Eier geht in das Jahr 1996 zurück. Damals erfuhr Hendoc, dass er Vater wird und schnitzte aus einer gigantischen Eiche einen drei Meter langen Spermatit, der auf zwei Eier zuschoss; alle wollten die Eier haben, keiner den Spermatit.

Aus den interessanten und geschichtsbeladenen Bäumen der Region werden seitdem Eier geformt, die dem Leben des Baums Tribut zollen und seine Geschichte und Schönheit  zeigen. Nebenbei verstehen sich die Eier als haptische Skulpturen und sind kinderpopozart geschliffen. Das Ei wird 3 Jahre lang getrocknet und dann weitere 3 Jahre lang verliehen, damit es langsam trocknet. Danach wird es überarbeitet und geht in den Verkauf. Das bevorzugte Holz ist seit 10 Jahren Walnussbaum und Eiche, dicht gefolgt von Kirschbaum und Ahorn. Weichhölzer benutzen nur die vielen Kopisten. Pro Jahr werden zwischen 4 und 6 Eier geformt, da ihm diese Arbeit immer noch großen Spaß bereitet.

Yoga

Aus einem groben Stück edlen Holzes einen Frauenkörper zu schnitzen, ist vielen Holzbildhauern in die Wiege gelegt worden. Doch die Anmut des weiblichen Körpers im Yoga, ist für ihn geradezu perfekt.  Bis zu 500 Stunden schnitzt und schleift Hendoc an solch einer Pose, um auch den handwerklichen Teil seiner Arbeit zu bedienen. Selbstredend, dass nur Bronzen der Yoga-Damen verkauft werden.

Sämtliche Skulpturen und Bronzen sind käuflich oder zu vermieten. Die Jahresmiete beträgt 10% des Verkaufspreises, sollte jedoch € 365 nicht unterschreiten. Die Hälfte der Miete wird auf den Verkaufspreis angerechnet.

Vergoldungen

Die letzten 13 Jahre hat Hendoc abends und nachts alleine in seinem Haus im Wald die Vergoldungen durchgeführt. Eine Arbeit, die so leise ist, dass man Tabakkrümel fallen hören kann. Dies soll zukünftig abends im Atelier in der Rosenbergerstr. 6 stattfinden und gibt dem gewogenen Betrachter die Möglichkeit, bei einem Glas Apfelwein mit ihm über Kunst, Gold und die anderen schönen Dinge des Lebens zu sprechen. Und das alles in Ruhe. Um telefonische Besuchsankündigung wird gebeten.

Apfelwein

Der Gewölbekeller wird nach der nächsten Ernte im Oktober 2013 mit ausgezeichneten, schwefelfreien Apfelweinen gefüllt sein, der ab Weihnachten 2013 zum Verkauf steht. Allerdings nur ab 10 Litern in eigenen Glasgefäßen. Um Voranmeldung wird gebeten.

Eine märchenhafte Nacht: “Rotkäppchen vs. Der böse Wolf – Deutsche Romantik trifft Streetart“ bei der Langen Nacht der Münchner Museen

caratart Episode 2

1. November 2012 Ausstellungen, Künstler, Projekte, Veranstaltung Kommentieren


20. Oktober 2012, 19 Uhr, Tatort München: Eine junge Dirne aus dem Rotlichtmilieu wird Opfer der obskuren Machenschaften ihrer Großmutter, eines raubtierhaften Zuhälters und eines korrupten Ordnungshüters. Das ist kein Samstagskrimi sondern die eigenwillige Inszenierung von Ringelnatz‘ Rotkäppchen durch Student(inn)en der Bühnenbildklasse der Akademie der Bildenden Künste München in sechs Fenstern des hotelmüller München. Die 5minütige Aufführung wurde alle viertel Stunde neu auf die Bühne gebracht und zog die ganze „Lange Nacht“ über eine Vielzahl an begeisterten Zuschauern an. Auch zwei junge Einsatzkräfte der Münchner Polizei wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen :)

>> Rotkäppchen Inszenierung (YouTube Video)

Die Inszenierung war der Auftakt zum inszenierten Kulturclash der „caratart Episode 2“ und damit zu einer Entdeckungsreise quer durch die moderne Kunst. Im Innenhof des Hotels konnten sich die Gäste bei Getränken und Snacks mittels einer Videoleinwand einen Eindruck verschaffen, welche künstlerische Vielfalt sie sonst noch im hotelmüller München und im carathotel München erwartet. Über 100 Kunstwerke von zwölf zeitgenössischen Künstlern wollten in den öffentlichen Räumlichkeiten beider Hotels entdeckt werden. Die Künstler standen zudem den ganzen Abend interessierten Besuchern für Gespräche zur Verfügung – und der ein oder andere hat die Gelegenheit genutzt künstlerische Inspiration und akademisches Wissen auf eine lange philosophische Reise zu schicken. Spannend und inspirierend sowohl für Künstler als auch Gäste!

>> Timelapse Innenhof (YouTube Video)

Ein weiterer Höhepunkt war die Streetart Session in der Tiefgarage des carathotel München: Die beiden Münchner Graffiti Größen Loomit und LawOne zeigten live ihr Können mit Farbrolle und Sprühdose und gaben so einen Einblick in einen Kunstzweig, der nur langsam den Respekt und die Anerkennung bekommt, die ihm gebührt. Hautnah konnten die Besucher hier erleben, welche Präzision und welches Fingerspitzengefühl für die Entstehung der Streetart Werke nötig ist.

Für uns als Kunstverein ist es das größte Kompliment, wenn wir sowohl die Besucher der Veranstaltung als auch die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler glücklich machen konnten. Fast 1.500 Besucher erlebten eine spannende Rotkäppchen Inszenierung, spazierten durch eine inspirierende Kunstausstellung und statteten dem bösen Wolf der modernen Kunst in der Tiefgarage einen Besuch ab – ohne gefressen zu werden.

Hier eine Kollektion der besten Bilder des Abends. Mehr gibt es auf unserer Facebook-Seite >>

Feedback von unseren Künstlern:

„Die Aktionen zur langen Nacht im Carat Hotel und im Hotel Müller waren spannend und vielseitig, mit viel Kreativität und persönlichen Einsätzen von ganz vielen Personen wurde die Nacht ein kleines Märchen. Alles war mit viel Arbeit verbunden, dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen und den Mitverantwortlichen bedanken.“ Elis Hoymann

„Nochmals vielen, vielen, herzlichen Dank an [euch] für diesen wundervollen Abend! Ich weiß [euer] Engagement sehr zu schätzen.“ Julie Keupen

„Der Grund für mein Schreiben an Sie ist, dass ich mich bedanken möchte. Bedanken für den vollen Einsatz, den Sie und Ihre Mitarbeiter für den Event am vergangenen Samstag geleistet haben. Für den Enthusiasmus, den Ideenreichtum, die gute Stimmung, die zuverlässige Betreuung, den schönen Katalog und dass Sie uns Künstlern das Gefühl vermittelt haben, bei etwas Interessantem und Wichtigem dabei zu sein. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Das dachte ich, sollten Sie wissen.“ Hanjo Schmidt

„Ich möchte mich auf diesem Wege bedanken für den tollen Abend und die wunderbare Organisation. Es war für mich ein sehr aufschlussreicher Abend und verbunden mit vielen Gesprächen habe ich einen Eindruck bekommen, wie meine Bilder aber auch die Werke der anderen und insbesondere die der Bühnenbildstudenten bei den vielen Besuchern ankamen.“ Katharina Schick

„Nochmals vielen Dank für alles, ich fand es beeindruckend.“ Ursula Singer

„Das war ein toller Event. Ihr habt es geschafft, die akademische Welt und die nicht akademische Welt zusammen zu bringen.“ Mike Prinz

Nicht nur wir, die Künstler(inn)en und Besucher(innen) waren beeindruckt, auch die Presse hatte einiges zu sagen. Einen Überblick über die Meldungen gibt es hier >>

Und jetzt freuen wir uns bereits auf die „caratart Episode 3“. Ob wir das Spektakel in München nochmal toppen können? Wir sind gespannt…

Münchner Streetart Projekt: Heimatpunk meets Loomit

Heimatpunk München

11. September 2012 Künstler, Projekte 1 Kommentar


HeimatPunk ist ein Münchner Streetart Modelabel-Projekt, das sich für Integration und Chancengleichheit einsetzt.

T-Shirts aus fairer Produktion werden für vom Schicksal benachteiligte Menschen zur persönlichen Projektionsfläche: Gemeinsam mit einem Paten – einer bekannten Persönlichkeit – entstehen handgemalte Motive, die ihre Meinung zum Thema Heimat und Integration ausdrücken. Von jedem verkauften Siebdruck-Shirt gehen 5 Euro direkt an die Organisation des jeweiligen „Patenkindes“.

Das Projekt startet mit dem Motto „Münchner Originale“ und deren gestalteter Gedanken. Das erste Motiv hat Loomit, Münchens weltbekannter Graffitikünstler und caratart Mentor, gestaltet, gemeinsam mit Wolfgang Räuschl, seit November 2011 Biss-Straßenmagazin Verkäufer. HeimatPunk begleitet den kreativen Prozess – ab 19.September 2012 auf www.heimatpunk.de zu verfolgen.

Kontakt: info@heimatpunk.de

Neue Arbeiten von caratart Mentor Bombolo

Portrait, Frühling (4 Jahreszeiten)

24. August 2012 Künstler Kommentieren


Im letzten Jahr kehrte Bombolo nach 29 Jahren auf Mallorca zurück nach Deutschland an die Lahn. Nach Fertigstellung seiner neuen Arbeitsräume im *spaltschieferhaus* entstanden zum einen Werke mit Materialien seiner neuen Heimat und Bronze-Arbeiten (die zur Zeit in Barcelona gegossen werden).

Die Werke “4 Jahreszeiten” sind gestaltet mit Öl und Fundstücken des Waldes auf Schiefer und Holzplatten gezogen und jeweils 130 x 130 cm groß.

Neue Zeichnungen von caratart Mentor Stefan Beltzig

Zeichnungen "Dead End" und "Gowanus Kanal" von Stefan Beltzig

21. August 2012 Künstler Kommentieren


Den größten Teil des letzten Jahres hat Stefan Beltzig in Brooklyn (New York, USA) verbracht und für seinen aktuellen Bilderzyklus den Umbruch in der Region um den Gowanus Kanal zeichnerisch dokumentiert.

Der Gowanus Kanal

Der Gowanus entstand Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem gleichnamigen Meeresarm Gowanus Creek. Mit einer Länge von nur 3 km, war der Kanal von unschätzbarer Bedeutung für die im Umland angesiedelten Gießereien, Kohlelager, Chemie- und Betonfabriken und entwickelte sich binnen kürzester Zeit zur meist befahrensten Wasserstraße des Landes. Der Kanal wurde auch wichtig für die Entladung des rotbraunen Sandsteins aus den Steinbrüchen in New Jersey, der zur Errichtung der typischen Brownstone-Häuser in den Bezirken rund um Caroll Gardens und Red Hook verwendet wurde.

Heute erinnert nur mehr wenig an die industrielle Bedeutung des Gowanuskanal und des Gebiets South Brooklyn. In der jüngeren Vergangenheit sorgte vor allem die zunehmende Luft- und Wasserverschmutzung des Kanals für Aufmerksamkeit. Um dem schadstoff- und geruchsintensiven Problem entgegenzuwirken, wurden nun entsprechende Reinigungsmaßnahmen ergriffen. Doch wie eine zähe Nebeldecke hängen vergangene Geschichten um Mord und Gewalt und die Nutzung des Kanals als Abwasserdeponie noch immer schwer über den Gowanuskanal und das benachbarte Hafenviertel Red Hook.

Die Zeichnungen aus dem aktuellen Zyklus waren im letzten September im Münchner Kunstpavillon ausgestellt und sind im September / Oktober 2013 bei OK HARRIS in New York zu sehen.

www.stefanbeltzig.com

Interview mit caratart Mentor Michael Gmeiner aka LawOne

Michael Gmeiner aka LawOne

15. August 2012 Interview, Künstler Kommentieren


Wie sind Sie zur Graffiti-Kunst gekommen?

Am stärksten beeinflusst wurde ich durch die Graffiti Bilder, die man entlang der Bahnlinien und S-Bahn Strecken sehen konnte. Ich fragte mich damals wie die Künstler solch große und aufwendige Bilder malen konnten. Das faszinierte mich und ich wollte das auch ausprobieren. So kam ich 1995 über einen Freund, der zu der Zeit bereits sehr gut sprühen konnte, zu den ersten Versuchen mit der Sprühdose. Er brachte mir den Umgang mit der Dose bei und seitdem bin ich nicht mehr davon los gekommen.

Was ihr ihr bisher größtes Projekt?

Das größte Projekt, an dem ich beteiligt war, ist eine Kooperation mit mehreren Künstlern gewesen. Die zu gestaltende Wand war ca. 50 x 8 m groß. Dies geschah im Rahmen eines internationalen Graffiti Treffens in Wiesbaden.

Welches Projekt hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Die freudvollsten Projekte für mich sind Graffiti Workshops mit Kindern und Jugendlichen, da ich auch beruflich oft mit ihnen zu tun habe. Als ich angefangen habe zu sprühen gab es solche Angebote nicht und ich wäre damals froh gewesen von erfahrenen Leuten die ersten Tipps und Tricks zu erlernen. So mussten wir uns alles selbst beibringen und dementsprechend oft Lehrgeld bezahlen J Die Faszination und den Eifer der Kids live mitzuerleben spornt mich selbst immer wieder an meinen persönlichen künstlerischen Weg weiterzugehen und bestärkt mich das Richtige zu tun.

Interview mit caratart Mentor Mathias Köhler aka Loomit

Graffiti Kunst by Loomit

15. August 2012 Interview, Künstler Kommentieren


Wie sind Sie zur Graffiti-Kunst gekommen?

Schon als Kind hatte ich viel gezeichnet, was sich nicht nur auf Malblöcke beschränkte, sondern über die Kinderzimmer-Tapete auf sämtlichen Schulheften und Schulbüchern übergriff. Mit vierzehn erfuhr ich über einen Freund, dass die komplette New Yorker U-Bahn von so genannten Writern bemalt wurde, die dazu Sprühdosen verwendeten und da meine Mutter tatsächlich eine kleine Kollektion davon besaß, war das der erste Schritt.

Was ihr ihr bisher größtes Projekt?

Das Red Bull Fußballstadion in Salzburg 2006 zusammen mit Kollege Esher aus Berlin und die 600 Quadratmeter große Wand für das Trockendock im Hamburger Hafen 2004.

Welches Projekt hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Mein Reisen, die mich in die sozialen Brennpunkte der Welt brachten, wodurch ich dort mit meiner Form der Malerei öffentliche Flächen in Beschlag nehmen konnte.

Robert Menasse über Ursula Singer

Werke "Stunde Null", "Spiegelreise" und "Cameo"

20. Juni 2012 Künstler Kommentieren


Es ist gar nicht so einfach, einen Text über sich selbst zu schreiben. Deshalb ist es für Künstler wichtig und auch sehr schön, wenn Freunde und Fans ihrer Kunst die Freude an ihren Arbeiten zum Ausdruck bringen können.

Ein schönes Beispiel hierfür ist der Text vom österreichischen Schriftsteller Robert Menasse über die Künstlerin Ursula Singer, welche u.a. in unserer Ausstellung “caratart Episode 2″ mitwirken wird:

“Es ist immer sehr schwer zu erklären, warum Bilder einem etwas SAGEN, und WAS sie einem sagen – darum sind es ja Bilder und nicht Texte. Spezialisten haben Worte für Bilder, aber diese Worte haben ein dialektisches Problem: Sie können EINZIGARTIGKEIT (eben Kunst) beschreiben, aber als Spezialist musst Du das sozusagen SERIENMÄSSIG können, also eine Masse von Einzigartigen bilden, denn mit den Worten für einen einzigen Einzigartigen bist Du kein Spezialist. Diese Einleitung nur, um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: ich bin also kein Spezialist, kein Experte. Ich habe diese Worte nicht, die fachmännisch erklären könnten, warum mich deine Bilder so ansprechen. Aber ich habe Worte für meine Gefühle und Worte für meine Reaktionen, wenn mich etwas berührt (das ist schwer genug). Und ich kann versuchen zu antworten, wenn mir etwas gesagt wird, auch wenn das Angebot zur Kommunikation nicht aus Worten besteht, sondern eben ein Bild ist. Jedenfalls, ich fühle mich durch deine Bilder im schönsten Sinn des Begriffs ANGESPROCHEN. Das ist noch nicht alles, aber das ist schon sehr viel.

Und deine Bilder berühren mich. Das ist so.

Und wenn ich mir das also klar gemacht habe, dann kann ich auch SAGEN, also WORTE finden, warum mich die Kommunikation mit deinen Bildern so anregt, so herausfordert: diese Bilder nehmen die Welt FRAGEND wahr, und dort, wo wir in der Regel das Fragen schon verlernt haben, weil wir Gewohnheit mit Verständlichkeit verwechseln, dort baust Du in den Bildern kleine Rätsel ein, Brüche, die die Fragwürdigkeit herausstreichen, und “Streichen” ist in Hinblick auf die Arbeit mit dem Pinsel ja auch ein sinniges Wort. Zum Beispiel das Bild mit Mutter und Kind am Strand – es ist völlig rätselhaft, warum da eine Reiterarmee sich hervorschält. Man kann das Bild lange anschauen, es ist kein billiges Rätsel, es wird einem mit der Zeit immer klarer, dass das sich so abbilden muss, es gibt kein Glück ohne Bedrohung, na gut – aber warum Reiter? Darüber kann man auch lange reflektieren, ich könnte jetzt eine Stunde vor mich hin tippen, bis hin zur Pointe, dass Der Blaue Reiter jetzt schwarz geworden ist, in die Düsternis des Verdrängten abgesunken ist (was auch überinterpretiert sein kann, aber auch das muss ein Bild erst schaffen: überinterpretiert werden zu können!) usw. Oder das Porträt, das sich in ein Viereck hineinzwängen muss und es doch übertritt, sozusagen die Grenzen des Kästchens nicht akzeptiert… Begrenzt und zugleich entgrenzt – das gibt mir die Möglichkeit, mit dem abgebildeten Menschen zu kommunizieren, es überfordert und unterfordert mich nicht, weil klar ist: das ist kein Idiot und auch kein Held, es ist ein Mensch.”

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse über Ursula Singer, Februar 2012

Eine Erfolgsmeldung

Künstlerin Gabriele Strehlau: neue Arbeiten 2011 / 2012

2. Februar 2012 Künstler Kommentieren


Wir als Kunstverein caratart e.V. haben im Wesentlichen ein Ziel: Junge und noch wenig bekannte Künstler zu unterstützen, ihren Bekanntheitsgrad und natürlich den ihrer Arbeiten zu steigern. Und es ist ein tolles Gefühl, wenn man etwas erreicht hat. In diesem Fall konnten wir eine Künstlerin unterstützen, endlich die Freiheit zu finden, sich voll und ganz der Kunst zu widmen.

Am Jahresanfang erreichte uns eine Nachricht aus München von der Künstlerin Gabriele Strehlau. Dank ihrer Teilnahme an unserer Ausstellung “caratart Episode 1″ und den daraus resultierenden Unterlagen, wie zum Beispiel dem Ausstellungskatalog, wurde sie nun endlich in die Künstlersozialkasse aufgenommen. “Nun bin ich das erste mal in meinem Leben komplett frei für die Kunst, ohne Einschränkung meiner Kreativität durch lästige, schlecht bezahlte Nebenjobs, durch die ich meine Sozialversicherungen gedeckt wusste.  Vielen Dank also dem Verein :-) )!

Aktuell arbeitet Gabriele Strehlau an den Werken für Ihre Ausstellung im Herbst 2012. Wir wünschen ihr ein tolles neues Jahr voll tatkräftiger Kreativität und freuen uns auf die Ausstellung.

caratart Mentoren im Interview – 4: Werner Pawlok

7. Juli 2011 Interview, Künstler Kommentieren


Wann hast du die Fotografie für dich entdeckt und was war deine erste eigene Kamera?

Zur Fotografie kam ich mehr oder weniger zufällig. Schon als Teenager hatte ich die Malerei für mich entdeckt. Ich versuchte möglichst realistisch, fast schon fotorealistisch zu malen – leider war ich mit den Ergebnissen nie richtig zufrieden. So kam es zwangsläufig, als ich meine erste Kamera von meinen Eltern geschenkt bekommen habe, eine Kodak Instamatic, dass das Medium Fotografie mein Ding wurde.

Was hat die Fotografie so viele Jahre lang für dich spannend gehalten?

Ich hab mich mit der Fotografie nie auf ein Objekt oder eine Sparte festgelegt, sondern ich war grundsätzlich in alle Richtungen offen. Zunächst kam eine Phase, da musste ich erstmal begreifen, was Fotografie für mich bedeutet… Vor ausschicken möchte ich noch, dass ich Autodidakt bin. Das heißt, ich habe keine konkrete Ausbildung in Richtung Fotografie gemacht. Ich habe nie für irgendeinen Fotografen assistiert. Auch da war es für mich wichtig, möglichst unbefleckt zu bleiben. Heißt, ich wollte nicht kopieren, ich wollte auch keine direkten Vorbilder haben, denen ich nacheiferte. Ich wollte einfach, dass die Dinge, die passieren, aus mir selber kommen, mit allen Höhen und Tiefen und der ganzen Konsequenz, die das Ganze mit sich bringt.

Und so war dann der erste Schritt logisch, erstmal die Technik in den Griff zu bekommen. Ich hab damals ziemlich viele Fachbücher gelesen, das Gelernte in der Praxis ausprobiert, um dann mit ganz banalen Aufgaben anzufangen und diese zu lösen. Ich habe mich mit 23 Jahren selbstständig gemacht, brauchte Kameras und so weiter, musste also Geld verdienen. Der erste Schritt war demnach dort Fuß zu fassen, wo die Budgets lagen – in der Industrie. Die ersten Aufträge waren Still‐lifes, da lernt man dann wirklich mit dem Licht umzugehen und sich mit Technik auseinander zu setzen. Es hat dann auch ein paar Jahre gebraucht, bis ich dann sozusagen mit mir und den Ergebnissen zufrieden war. Durch diese Erfahrungen konnte ich meinen Horizont wesentlich erweitern und mich weiter um die Dinge kümmern, die mich interessierten und die ich als wesentlich empfand.

Ich habe mich dann peu à peu bei Werbeagenturen für Kampagnen beworben. Selten mit einem Portfolio mit Auftragsarbeiten. Es waren meistens freie Arbeiten, die ich präsentierte. Sicher ein gutes Rezept, denn die Art‐Direktoren wollten nicht das sehen, was sie selber jeden Tag vor der Nase hatten. Grundsätzlich hat sich Fotografie bei mir immer auf zwei Ebenen abgespielt. Die eine Richtung war die meiner freien Arbeiten, sozusagen das Spiegelbild meiner Seele und Ausdruck meines Seins und meiner Stimmung. Die zweite Ebene, wie kann ich überleben, wie verdiene ich Geld, war natürlich auch sehr wichtig und ein selbstverständlicher und ehrlicher Deal mit mir selber. Schon damals konnte ich beobachten, wie viele meiner Kollegen extreme Schwierigkeiten mit diesem Spagat hatten. So hat mir meine ureigene Überzeugung extrem geholfen, mich weiterzuentwickeln.

In der Praxis waren das am Anfang Schwarz‐Weis‐Fotografien. Vor allem Menschen, Porträts, Reportagen – das Übliche. Ganz am Anfang, das hätte ich beinahe vergessen, waren es eigentlich Bands auf der Bühne. Ich bin damals von Konzert zu Konzert gereist und habe fast alles gesehen, was auf Tour war. So entstanden meine ersten freien Arbeiten. Ein besonderes Highlight war mit 16 Jahren Jimi Hendrix auf der Bühne zu fotografieren. Bands wie The Who, Jethro Tull, Black Sabbath, Pink Floyd, et cetera folgten. Das hat mir einfach riesig Spaß gemacht. Ich lernte die ganzen Veranstalter kennen, durfte auf die Bühne hoch und konnte mich austoben. Zum damaligen Zeitpunkt noch ohne jegliche kommerzielle Perspektive. Dann war Reisen ein sehr wichtiges Thema. Marokko, Türkei, USA, Ägypten. Mit 16 Jahren nach London und von London dann bis nach Schottland hochgetrampt. Immer die Knipse dabei.

Heute entdecke ich diese Arbeiten wieder und fange an, diese alten Arbeiten neu zu sehen. Gerade habe ich eine Serie wieder entdeckt und ausgearbeitet, sie nennt sich Moving Cities‐London. Das sind Motive aus den 60er Jahren, die ich aus meiner jetzigen Sicht, mit dem Blick auf das Vergangene umsetze. Bei dieser Serie bekommt meine immer noch sehr starke Affinität zur Malerei eine wichtige Rolle in der Umsetzung.

Du spielst mit der Bildbearbeitung und auch den unterschiedlichen Materialien. Was macht daran der Reiz aus? Wie wagst du dich an neues Material heran? Du hast ja mal mit Polaroids gearbeitet und auch in der Bildbearbeitung gehst du ja immer wieder neue Wege. Wie kommst du da drauf?

Was ist das Geheimrezept?

Genau!

Da gibt es eigentlich keines. Die Dinge kommen eigentlich zu mir. Das ist nicht so, dass ich da überlegen muss, wie bin ich kreativ, sondern es passiert. Ich glaube, dass ich mit offenen Augen durchs Leben gehe. Dinge, die mir gefallen und mich interessieren, die speichere ich ab und dann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, fange ich einfach an diese Eindrücke in Bilder umzusetzen. Es gibt keine Vorgehensweise, so dass man sagen könnte, das ist immer so. Sondern das sind meistens Zufälle aus denen sich neue Projekte entwickeln. Oft arbeite ich über Jahre an ganz unterschiedlichen Projekten.

Es war auch ein Zufall mit meiner Zusammenarbeit mit Polaroid. Das war Ende der 80er Jahre, 1987, da wurde ich von Polaroid auf meine Arbeiten angesprochen. Es ging damals um die Neueinführung eines Dia‐Films, er nannte sich PolaChrom und PolaPan und war ein 35mm Film, den man quasi vor Ort direkt ›on location‹ entwickeln konnte. Ich wurde gebeten, mal ein paar Tests mit dem Material zu machen. Und so kamen wir ins Gespräch und dann wurde mir die 50×60 Kamera angeboten bzw. ich durfte mit dieser wunderbaren Kamera arbeiten. Dies war einer dieser ganz normalen Prozesse, dass das eine das andere ergeben hat und plötzlich war ich mittendrin. Mehrere Jahre arbeitete ich mit der 50×60 Polaroid‐Kamera, es war mein Ding – jedes Bild ein Original – das gibt es heute in der Form gar nicht mehr. Aber als ich dann das Gefühl bekam, dass ich anfange mich selber zu wiederholen, war einfach für mich total klar, jetzt muss etwas Neues kommen. Es kam Neues – dies war das Zeitalter der Computer und ich war von Anfang an mit dabei. Die ersten Workshops bei Kodak, dem Filmhersteller, die sich mit digitaler Fotografie beschäftigt haben. Es war ein Glück!

Apropos Anfang – auch da gab es verschiedene Ebenen. 1978 eröffnete ich eine Galerie in Esslingen, es war die erste Fotogalerie in Süddeutschland. Damals eigentlich noch völlig undenkbar, Fotografie als Kunst. Es gab viele Gespräche in der Richtung »Was soll das? Du investierst hier in eine Sache, die dir sowieso nix bringt.« Aber wenn ich es heute sehe, welchen Stand die Fotografie in der Kunst hat, dann war das eigentlich eine total wichtige Eingebung, Pionierarbeit zu leisten. Die Fotografen, die mich interessierten, wurden gezeigt. Hier schließt sich jetzt auch der Kreis mit dem Mentoren‐Programm.Es hat mir immer wieder Spaß gemacht, Leute auszuwählen, deren Potential ich erkannte, diese kennenzulernen und zu fördern, Prozesse zu durchleben oder auch gemeinsam an Projekten zu arbeiten.

Meine Arbeit an der Kunstakademie in Stuttgart – auch ein prägender Schritt. Ich war gerade mal 24 Jahre alt, und selber noch völlig am Anfang, bekam die Aufgabe, Studenten mein bisheriges Wissen zu vermitteln. Es war eine sehr gute Möglichkeit meinen Status abzufragen. Das hat total Spaß gemacht und man stellt fest, wie sehr es einem selbst etwas bringt, wenn man offen ist. Ich war nie jemand der unter Verschluss gearbeitet hat, habe mich immer für neue Dinge geöffnet. Sei es durch Workshops oder Vorträge oder auch immer wieder durch die Aufnahme von Praktikanten ins Atelier, denen ich meine Erfahrungen weitergeben konnte.

Gerade das offen sein für Neues und das Reisen, welches du ja vorhin schon angesprochen hast, ist nicht nur bei dir, sondern für viele Künstler eine wichtige Erfahrung.

Grundsätzlich behaupte ich, dass du vor allem als Künstler offen und tolerant sein solltest. Es gibt dir die Chance, als Mensch akzeptiert zu werden. Du bekommst dadurch Einblicke in Dinge, die für die Entwicklung sehr wichtig sind. Besonders auf meinen Reisen hat mir dies stets sehr geholfen. Wenn du als Künstler aufhörst, offen zu sein, dann glaube ich, wird deine Kunst eindimensional und sehr begrenzt. Ich habe immer Künstler hinterfragt und auch kritisch beobachtet, die einmal ihr Ding gefunden haben und sich dann tausendmal wiederholten. Für mich war immer Prämisse, mich nicht zu wiederholen, mich vom Erfolg nicht beeinflussen zu lassen. Nur wenn ich selber für mich das Gefühl habe, dass ich mich in meinem Projekt nicht weiterentwickele, fange ich mit neuen Projekten an, um mich weiter zu bewegen. Wenn ich keine Bewegung mehr spüre, bedeutet das Stillstand und dann sehe ich auch meine Rolle nicht mehr in einem Projekt.

Alle deine Projekte sind spannend, aber hast du ein Lieblingsprojekt? Was hat dir am meisten Spaß gemacht oder was hat dich am tiefsten bewegt?

Werten kannst du deine eigenen Projekte sowieso nicht. Und wenn du nach dem spannendsten fragst – es sind so viele spannende Dinge passiert. Die Ideen zu den Projekten entstehen in mir. Das heißt, ich suche nach Dingen, die mich interessieren und das ist die Maßgabe. Zum Beispiel das »Stars and Paints Projekt«. Die Idee von mir war, den Porträtierten einfach mal ein Stückchen zurückgeben, als kleines Dankeschön, dass sie mich in meinem Leben beeinflusst und begleitet haben. Also von denen ich z.B. einen spannenden Film gesehen habe, eine interessante Fotografie oder eine bestimmte Musik. Damals dachte ich, das wär doch ein Wahnsinn, die alle einmal kennenzulernen. Du machst dir so eine Wunschliste und versuchst das einfach zu erreichen – und plötzlich war da Roman Polanski, Juliette Binoche, Pedro Almodovar oder Jean‐Loup Sieff vor meiner Kamera.

Die Frage nach der Wertung kann ich nicht beantworten. Ich fand alle, jedes auf seine Art, einfach perfekt.

Sonst hättest du sie ja nicht gemacht… Jetzt bist du ja Mentor bei uns im caratart e.V. Was motiviert dich, jungen Künstler etwas mitzugeben? Du hast ja schon von der Akademie gesprochen. Was möchtest du bei und mit uns bewegen?

Es ist doch grundsätzlich so, wenn du mal ein bestimmtes Alter erreicht hast, entweder behältst du dann alles für dich und alles bleibt beim Alten, oder du gibst deine Erfahrungen weiter. Für mich ist es eigentlich die Basis, bestimmte Dinge weiterzugeben. Und dann war ich ja auch jemand, der in dieser Umbruchzeit von analog zu digital gearbeitet hat, das heißt ich hab 100% analoge Technologie mitbekommen, ich hab selber mit der Schale entwickelt. Wir hatten mal ein großes Labor mit viel Chemie und Entwicklungsmaschinen. Und inzwischen bin ich voll drin in dieser ganzen Digitaltechnik. Das sind Prozesse. Und das merke ich auch, wenn ab und zu mal jemand vorbeikommt, der jetzt Anfang 20 ist, auf deinem Leuchttisch liegen Dias und der fragt dich dann »Was ist denn das?«. Dann hab ich hier eine Aufgabe, bestimmte Dinge zu vermitteln, bevor sie vollkommen vergessen werden. Wobei, eins macht mir ja Mut, es gibt auch wieder junge Fotografen, die absolut mit analoger Fotografie wieder etwas anfangen und sich total dafür interessieren. Und gerade da ist es wichtig, bestimmte Erfahrungen weiterzugeben, die ich mit der Analog‐Fotografie gemacht habe. Mir macht es einfach Spaß die gelernten und erfahrenen Dinge weiterzugeben. Dass die Fotografie einfach so, wie ich sie verstehe, weitergetragen wird und noch viele Freunde findet.

Dieses Interview wurde erstmals veröffentlicht im Ausstellungskatalog zur Kunstausstellung “caratart Episode 1″. Blättern >>

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