Hendoc und sein neues Atelier in Frankfurt
6. Juni 2013 Künstler Kommentieren
caratart Mentor und Ausnahme-Bildhauer Hendoc bezieht sein neues Atelier in Frankfurt. Das hat er auch zum Anlass genommen, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Über seine Geschichte, seine Werke und das Konzept des neuen Ateliers.
Geschichte
1989 eröffnete er in der Altstadt von Bad Homburg seine erste Werkstatt in den Räumen einer alten Wagnerei, die seit Jahrzehnten vor sich hin schlummerte. Sprossenfenster, Werkzeuge aus den 30er Jahren und ein kleiner Holzofen waren auf 35 Quadratmetern von einer Schicht aus Spinnweben und Staub verhüllt. Hier wurde der erste Adler geschnitzt.
1991 zog er nach Oberursel in ein Schlachthaus aus der Jahrhundertwende, wieder in der Altstadt und wieder mit Sprossenfenstern. Diesmal auf 80 qm und mit Zentralheizung und Wohnung. Hendoc verlebte dort neun wunderbare Jahre mit viel Schaffenskraft und feinen Festen. Der Adler wurde in der Ackergasse viele Male immer wieder neu erfunden und geschnitzt. 1999 kam die Eigenbedarfsklage und im Mai 2000 zog er endlich in den Wald, den er als Kind schon bespielte.
Das ehemalige Wanderlokal `Zur Heidetränke` wurde sein Domizil. Ohne Strom, Telefon, Wasser, Heizung und Handyempfang, dafür Platz bis zum Horizont und keine Nachbarn auf den nächsten 2 Kilometern. Die Kettensägen können hier das ganze Jahr durch zu jeder Zeit angeworfen werden und ein 6 Meter großer Adler ziert heute das Entree. Nach 3 Jahren des Zusammenlebens mit Stromgeneratoren, grub er 2003 vier Monate lang mit Hilfe einiger Freunde einen knapp zwei Kilometer langen Graben und versenkte dort Telefon- und Stromkabel. Die Freude, einen Lichtschalter zu betätigen, ohne den alten Hatz-Diesel im Hintergrund zu hören, war größer als alle Weihnachten zusammen. 2008 wurde ein Brunnen von 100 Meter Tiefe gebohrt, der seitdem Wasser feinster Qualität liefert. Im Sommer ist die Heidetränke ein Paradies, im Winter ein Albtraum.
So beschloss Hendoc am 12.12.2012 wieder in die Stadt zu ziehen. Da er alte Häuser sehr mag, kam er durch einen glücklichen Zufall in die Rosenbergerstr.6 und verliebte sich dort im Nu in das Schmuckstück. Die Adler werden mittlerweile in Bronze gegossen und sind hinter Panzerglas sehr behütet und gut beleuchtet ausgestellt. Außerdem gibt es wieder eine Zentralheizung.
Konzept
Bronzen
Die Bronzen werden 9 Mal gegossen, wovon nur 7 in die Serie gehen. Der Anguss und ein weiteres Exemplar bleiben im Besitz des Künstlers. Danach wird die Form zerstört, in sieben Teile gesägt und unter den Besitzern der Bronzen aufgeteilt.
Die Preise der Bronzen sind gestaffelt, so dass sich nach dem Verkauf, der Wert der Bronze jeweils um 10% steigert.
Adler Bronzen
Das zentrale Thema seiner Arbeit ist seit 1989 der Adler in seiner eleganten, engelshaften und siegreichen Form. Aus dem Symbol unserer Stadt und unseres Landes wurde kontinuierlich die Aggression herausgenommen, so dass er sich heute als `neuer Adler` versteht.
- Serie 1 von 2003 5 von 7 derzeit erhältlich
- Serie 2 von 2012 6 von 7 derzeit erhältlich
- Serie 3 in Arbeit
Holzdruck
Die Hendoc-Aktie ist der aus 7 Druckplatten bestehende Holzdruck mit dem Bildnis des Adlers. Seit dem 9.11.1994 presst er Farben, die ihn inspirieren, auf feinste Papiere. Bei jeder Farbschlacht entstehen 12 Drucke von denen 10 in die Serie gehen. Bis heute wurden 230 Drucke hergestellt, die Maximalauflage liegt bei 1000. Derzeit liegt der Preis pro Druck bei € 480. Die Wahl des Rahmens ist Kundensache.
Eier
Die Geschichte der Eier geht in das Jahr 1996 zurück. Damals erfuhr Hendoc, dass er Vater wird und schnitzte aus einer gigantischen Eiche einen drei Meter langen Spermatit, der auf zwei Eier zuschoss; alle wollten die Eier haben, keiner den Spermatit.
Aus den interessanten und geschichtsbeladenen Bäumen der Region werden seitdem Eier geformt, die dem Leben des Baums Tribut zollen und seine Geschichte und Schönheit zeigen. Nebenbei verstehen sich die Eier als haptische Skulpturen und sind kinderpopozart geschliffen. Das Ei wird 3 Jahre lang getrocknet und dann weitere 3 Jahre lang verliehen, damit es langsam trocknet. Danach wird es überarbeitet und geht in den Verkauf. Das bevorzugte Holz ist seit 10 Jahren Walnussbaum und Eiche, dicht gefolgt von Kirschbaum und Ahorn. Weichhölzer benutzen nur die vielen Kopisten. Pro Jahr werden zwischen 4 und 6 Eier geformt, da ihm diese Arbeit immer noch großen Spaß bereitet.
Yoga
Aus einem groben Stück edlen Holzes einen Frauenkörper zu schnitzen, ist vielen Holzbildhauern in die Wiege gelegt worden. Doch die Anmut des weiblichen Körpers im Yoga, ist für ihn geradezu perfekt. Bis zu 500 Stunden schnitzt und schleift Hendoc an solch einer Pose, um auch den handwerklichen Teil seiner Arbeit zu bedienen. Selbstredend, dass nur Bronzen der Yoga-Damen verkauft werden.
Sämtliche Skulpturen und Bronzen sind käuflich oder zu vermieten. Die Jahresmiete beträgt 10% des Verkaufspreises, sollte jedoch € 365 nicht unterschreiten. Die Hälfte der Miete wird auf den Verkaufspreis angerechnet.
Vergoldungen
Die letzten 13 Jahre hat Hendoc abends und nachts alleine in seinem Haus im Wald die Vergoldungen durchgeführt. Eine Arbeit, die so leise ist, dass man Tabakkrümel fallen hören kann. Dies soll zukünftig abends im Atelier in der Rosenbergerstr. 6 stattfinden und gibt dem gewogenen Betrachter die Möglichkeit, bei einem Glas Apfelwein mit ihm über Kunst, Gold und die anderen schönen Dinge des Lebens zu sprechen. Und das alles in Ruhe. Um telefonische Besuchsankündigung wird gebeten.
Apfelwein
Der Gewölbekeller wird nach der nächsten Ernte im Oktober 2013 mit ausgezeichneten, schwefelfreien Apfelweinen gefüllt sein, der ab Weihnachten 2013 zum Verkauf steht. Allerdings nur ab 10 Litern in eigenen Glasgefäßen. Um Voranmeldung wird gebeten.
BMW Kunstadventskalender
2. Dezember 2012 Ausstellungen, Projekte Kommentieren
Das Charity-Projekt der Münchner Journalistin und PR-Managerin Birgitt Wolff – 2012 bereits zum fünften Mal verwirklicht – verknüpft Wirtschaft mit bildender und darstellender Kunst auf einzigartige Weise. Der BMW Kunstadventskalender ist eine Plattform der Begegnung und Kommunikation mit karitativer Zielsetzung. Angesichts allgegenwärtiger Krisen und immer stärker dominierenden materiellen Wertvorstellungen ist diese Form des gesellschaftlich relevanten Kunstsponsorings von wesentlicher Bedeutung.
Auch in diesem Jahr werden die von 24 Künstlern für das Projekt gestifteten Kunstwerke großformatig in drei Städten als überdimensionale Open-air-Galerien an Häuserfassaden zu sehen sein – am Jumeirah/MyZeil in Frankfurt sowie bei BMW Kurfürstendamm, Berlin, und bei BMW Lenbachplatz, München.
Vom 1. bis zum 24. Dezember wird an jedem Tag ein prominenter Pate „sein“ Fenster enthüllen (was übrigens jeder im Internet unter www.kunstadventskalender.de ebenfalls tun kann). 26 Unternehmen und Medienpartner mit BMW als Headsponsor haben sich engagiert für diesen Kunstadventskalender, der 2012 das Jugendhilfeprojekt Artists for Kids unterstützt.
Spenden unter:
- Artists for Kids
- Konto-Nr. 222 222 2 / Bethmann Bank AG
- BLZ: 501 203 83 / Stichwort „Kunstadventskalender“
Türchen 2
Hinter dem Türchen Nummer 2 verbirgt sich caratart Mentor Stefan Beltzig. Gemeinsam mit Schauspieler Dominic Raacke, der als Pate für Türchen Nummer 2 fungiert und in seiner Freizeit selber gerne zeichnet, entsteht das Werk „Die Herbergssuche“.
Türchen 12
Auch hinter dem 12. Türchen des BMW Adventskalender verbirgt sich ein caratart Mentor: Hendoc, der Mann der aus Holz die schönsten Formen zaubert. Auch mit so brachialen Mitteln wie einer Kettensäge. Schauspieler Ralf Bauer, Pate für dieses Türchen, durfte mit einer kleineren Säge auch Hand anlegen. Gemeinsam entstand so die Skulptur „Hirte mit Stab und Schaffell“.
Infos zum Projekt, allen Türchen, Künstlern, Paten und Sponsoren aus der Wirtschaft gib es im Web unter www.kunstadventskalender.de oder im Charity Magazin (pdf-Download) >>
Kunst für einen guten Zweck: Charity Auktion im Hard Rock Cafè München
11. November 2012 Veranstaltung Kommentieren
Am 25. November 2012 wird das Hard Rock Cafè im Herzen von München zu einem Auktionssaal. 40 Werke von 25 Künstlern kommen dabei unter den Hammer. Der Erlös geht zu 100% an zwei Kinderprojekte in München (ein Waisenhaus und das ambulante Kinderhospiz).
Kunstwerke und Künstler
Versteigert werden gestiftete Kunstwerke rund um die Themen Musik, Rock’n’Roll und Jugendkultur der der Künstler von Start Your Art und von Hard Rock Cafè Mitarbeiter Eric Mack, der im Rahmen der Wanderausstellung „The Art of Hard Rock“ anlässlich des 40jährigen Jubiläums von Hard Rock International im März diesen Jahres eine Collage anfertigte.
Künstler: Julia Benz, benz09, Pola Brändle, Erdal Buldun, Daniel P. Dwyer, Julia Gruner, Anne Herzblut, Jauss & Gauger, Silke Krah, Vanessa Leißring, Nico Mares, Luminita Mihailicenco, Mister Monji, Ann-Kathrin Nikolov, Annett Oehme, Angela M.D. Otto, Marco Antonio Palas dos Santos Pina, Jennifer Rumbach, Stefanie Schairer, Nike Schröder, Paula Sippel, Ulrike Stolte, Stefan Wanzl-Lawrence und Yih-Han Wu.
Mitmachen und mitbieten
Das Platzangebot für die Live-Auktion ist limitiert. Wer Interesse hat, meldet sich bis zum 20.11. via Email an: munich_salesmgr@hardrock.com oder info@startyourart.de
Auf startyourart.de können die Kunstwerke jetzt schon angeschaut und schriftliche Gebote abgegeben werden.
Eckdaten
Hier nochmal die wichtigsten Daten auf einen Blick:
- Wann: 25. November 2012, 10:30 – 12:00 Uhr, ab 9:30 können die Kunstwerke vor Ort besichtigt werden
- Wo:Hard Rock Cafe München, Am Platzl 1, 80331 München
- Web:www.startyourart.de
Eine märchenhafte Nacht: „Rotkäppchen vs. Der böse Wolf – Deutsche Romantik trifft Streetart“ bei der Langen Nacht der Münchner Museen
1. November 2012 Ausstellungen, Künstler, Projekte, Veranstaltung Kommentieren
20. Oktober 2012, 19 Uhr, Tatort München: Eine junge Dirne aus dem Rotlichtmilieu wird Opfer der obskuren Machenschaften ihrer Großmutter, eines raubtierhaften Zuhälters und eines korrupten Ordnungshüters. Das ist kein Samstagskrimi sondern die eigenwillige Inszenierung von Ringelnatz‘ Rotkäppchen durch Student(inn)en der Bühnenbildklasse der Akademie der Bildenden Künste München in sechs Fenstern des hotelmüller München. Die 5minütige Aufführung wurde alle viertel Stunde neu auf die Bühne gebracht und zog die ganze „Lange Nacht“ über eine Vielzahl an begeisterten Zuschauern an. Auch zwei junge Einsatzkräfte der Münchner Polizei wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen
>> Rotkäppchen Inszenierung (YouTube Video)
Die Inszenierung war der Auftakt zum inszenierten Kulturclash der „caratart Episode 2“ und damit zu einer Entdeckungsreise quer durch die moderne Kunst. Im Innenhof des Hotels konnten sich die Gäste bei Getränken und Snacks mittels einer Videoleinwand einen Eindruck verschaffen, welche künstlerische Vielfalt sie sonst noch im hotelmüller München und im carathotel München erwartet. Über 100 Kunstwerke von zwölf zeitgenössischen Künstlern wollten in den öffentlichen Räumlichkeiten beider Hotels entdeckt werden. Die Künstler standen zudem den ganzen Abend interessierten Besuchern für Gespräche zur Verfügung – und der ein oder andere hat die Gelegenheit genutzt künstlerische Inspiration und akademisches Wissen auf eine lange philosophische Reise zu schicken. Spannend und inspirierend sowohl für Künstler als auch Gäste!
>> Timelapse Innenhof (YouTube Video)
Ein weiterer Höhepunkt war die Streetart Session in der Tiefgarage des carathotel München: Die beiden Münchner Graffiti Größen Loomit und LawOne zeigten live ihr Können mit Farbrolle und Sprühdose und gaben so einen Einblick in einen Kunstzweig, der nur langsam den Respekt und die Anerkennung bekommt, die ihm gebührt. Hautnah konnten die Besucher hier erleben, welche Präzision und welches Fingerspitzengefühl für die Entstehung der Streetart Werke nötig ist.
Für uns als Kunstverein ist es das größte Kompliment, wenn wir sowohl die Besucher der Veranstaltung als auch die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler glücklich machen konnten. Fast 1.500 Besucher erlebten eine spannende Rotkäppchen Inszenierung, spazierten durch eine inspirierende Kunstausstellung und statteten dem bösen Wolf der modernen Kunst in der Tiefgarage einen Besuch ab – ohne gefressen zu werden.
Hier eine Kollektion der besten Bilder des Abends. Mehr gibt es auf unserer Facebook-Seite >>
Feedback von unseren Künstlern:
„Die Aktionen zur langen Nacht im Carat Hotel und im Hotel Müller waren spannend und vielseitig, mit viel Kreativität und persönlichen Einsätzen von ganz vielen Personen wurde die Nacht ein kleines Märchen. Alles war mit viel Arbeit verbunden, dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen und den Mitverantwortlichen bedanken.“ Elis Hoymann
„Nochmals vielen, vielen, herzlichen Dank an [euch] für diesen wundervollen Abend! Ich weiß [euer] Engagement sehr zu schätzen.“ Julie Keupen
„Der Grund für mein Schreiben an Sie ist, dass ich mich bedanken möchte. Bedanken für den vollen Einsatz, den Sie und Ihre Mitarbeiter für den Event am vergangenen Samstag geleistet haben. Für den Enthusiasmus, den Ideenreichtum, die gute Stimmung, die zuverlässige Betreuung, den schönen Katalog und dass Sie uns Künstlern das Gefühl vermittelt haben, bei etwas Interessantem und Wichtigem dabei zu sein. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Das dachte ich, sollten Sie wissen.“ Hanjo Schmidt
„Ich möchte mich auf diesem Wege bedanken für den tollen Abend und die wunderbare Organisation. Es war für mich ein sehr aufschlussreicher Abend und verbunden mit vielen Gesprächen habe ich einen Eindruck bekommen, wie meine Bilder aber auch die Werke der anderen und insbesondere die der Bühnenbildstudenten bei den vielen Besuchern ankamen.“ Katharina Schick
„Nochmals vielen Dank für alles, ich fand es beeindruckend.“ Ursula Singer
„Das war ein toller Event. Ihr habt es geschafft, die akademische Welt und die nicht akademische Welt zusammen zu bringen.“ Mike Prinz
Nicht nur wir, die Künstler(inn)en und Besucher(innen) waren beeindruckt, auch die Presse hatte einiges zu sagen. Einen Überblick über die Meldungen gibt es hier >>
Und jetzt freuen wir uns bereits auf die „caratart Episode 3“. Ob wir das Spektakel in München nochmal toppen können? Wir sind gespannt…
Münchner Streetart Projekt: Heimatpunk meets Loomit
11. September 2012 Künstler, Projekte 1 Kommentar
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HeimatPunk ist ein Münchner Streetart Modelabel-Projekt, das sich für Integration und Chancengleichheit einsetzt.
T-Shirts aus fairer Produktion werden für vom Schicksal benachteiligte Menschen zur persönlichen Projektionsfläche: Gemeinsam mit einem Paten – einer bekannten Persönlichkeit – entstehen handgemalte Motive, die ihre Meinung zum Thema Heimat und Integration ausdrücken. Von jedem verkauften Siebdruck-Shirt gehen 5 Euro direkt an die Organisation des jeweiligen „Patenkindes“.
Das Projekt startet mit dem Motto „Münchner Originale“ und deren gestalteter Gedanken. Das erste Motiv hat Loomit, Münchens weltbekannter Graffitikünstler und caratart Mentor, gestaltet, gemeinsam mit Wolfgang Räuschl, seit November 2011 Biss-Straßenmagazin Verkäufer. HeimatPunk begleitet den kreativen Prozess – ab 19.September 2012 auf www.heimatpunk.de zu verfolgen.
Kontakt: info@heimatpunk.de
Die blaue Ziege – Eine Ausstellung im Kulturpavillon München
6. September 2012 Ausstellungen Kommentieren
“Von Ziegen lernen heißt, siegen lernen.”
Angela Eberhard – A.Beck – Mike Prinz – Gabi Strehlau – Bea Rautenberg – Ursula Singer – Guido Michl
Beschränkungen sind da, um sie aufzuheben, Stile, um sie aufzugeben, und Wertungen, um sie auszuhebeln. Die Kunst mit einem Augenzwinkern ernst nehmen und unverblendet von Trends und Autoritäten das schaffen, was hervorgebracht werden will, ist wahre Freiheit. Mainstream und Akademie sind das Eine, wir sind das Andere.
Sieben Künstler – sieben Aussagen werden im Kulturpavillon am Romanplatz vorgestellt. Die ganze Bandbreite der Figuration von Malerei über Zeichnung und Fotokunst bis hin zur Plastik wird aufgezeigt. Eine übergreifende Werkschau Münchener Künstlerinnen und Künstler, deren verbindendes Merkmal die Ausdrucksstärke ist. Energie und Innerlichkeit kennzeichnen die ausgestellten Arbeiten. Farben und Formen erzählen die Geschichte der Comédie humaine: Liebe, Glück, Verlust und Freiheitssehnsucht.
Die Ausstellung wurde inkognito zusammengestellt von einer nicht ganz unbekannten Kuratorin. Sie verzichtet auf eine namentliche Nennung, da “es allein auf die Kunst ankommt”, und beschränkt sich auf das ironische Pseudonym “die blaue Ziege”, das damit folgerichtig auch zum Titel der Werkschau geworden ist.
- Kunstausstellung “Die blaue Ziege”
- Kulturpavillon München, Arnulfstraße 294, 80636 München
- 20. bis 23. September 2012
- Vernissage am Donnerstag, den 20. September 2012: 17 bis 22 Uhr
- Weitere Öffnungszeiten von Freitag bis Sonntag: 11 bis 20 Uhr
Neue Arbeiten von caratart Mentor Bombolo
24. August 2012 Künstler Kommentieren
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Im letzten Jahr kehrte Bombolo nach 29 Jahren auf Mallorca zurück nach Deutschland an die Lahn. Nach Fertigstellung seiner neuen Arbeitsräume im *spaltschieferhaus* entstanden zum einen Werke mit Materialien seiner neuen Heimat und Bronze-Arbeiten (die zur Zeit in Barcelona gegossen werden).
Die Werke “4 Jahreszeiten” sind gestaltet mit Öl und Fundstücken des Waldes auf Schiefer und Holzplatten gezogen und jeweils 130 x 130 cm groß.
Neue Zeichnungen von caratart Mentor Stefan Beltzig
21. August 2012 Künstler Kommentieren
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Den größten Teil des letzten Jahres hat Stefan Beltzig in Brooklyn (New York, USA) verbracht und für seinen aktuellen Bilderzyklus den Umbruch in der Region um den Gowanus Kanal zeichnerisch dokumentiert.
Der Gowanus Kanal
Der Gowanus entstand Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem gleichnamigen Meeresarm Gowanus Creek. Mit einer Länge von nur 3 km, war der Kanal von unschätzbarer Bedeutung für die im Umland angesiedelten Gießereien, Kohlelager, Chemie- und Betonfabriken und entwickelte sich binnen kürzester Zeit zur meist befahrensten Wasserstraße des Landes. Der Kanal wurde auch wichtig für die Entladung des rotbraunen Sandsteins aus den Steinbrüchen in New Jersey, der zur Errichtung der typischen Brownstone-Häuser in den Bezirken rund um Caroll Gardens und Red Hook verwendet wurde.
Heute erinnert nur mehr wenig an die industrielle Bedeutung des Gowanuskanal und des Gebiets South Brooklyn. In der jüngeren Vergangenheit sorgte vor allem die zunehmende Luft- und Wasserverschmutzung des Kanals für Aufmerksamkeit. Um dem schadstoff- und geruchsintensiven Problem entgegenzuwirken, wurden nun entsprechende Reinigungsmaßnahmen ergriffen. Doch wie eine zähe Nebeldecke hängen vergangene Geschichten um Mord und Gewalt und die Nutzung des Kanals als Abwasserdeponie noch immer schwer über den Gowanuskanal und das benachbarte Hafenviertel Red Hook.
Die Zeichnungen aus dem aktuellen Zyklus waren im letzten September im Münchner Kunstpavillon ausgestellt und sind im September / Oktober 2013 bei OK HARRIS in New York zu sehen.
Kunst & Genuss – Internationale Künstler und Schweizer Spitzenweine
16. August 2012 Webfundstücke Kommentieren
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Internationale Künstler treffen auf Spitzenweine aus dem Schweizer Kanton Wallis und gestalten für die Edition “myFINBEC 2012″ die exklusiven Weinkisten. Eine tolle Idee, die höchstem Genuss einen kunstvollen Rahmen verpasst.
Das Video zum Making-Of:
Die Weine und die Künstler
- Zavannes 2011, Johannisberg de Chamoson AOC Valais by Demes (Schweiz)
- Lentine 2011, Petite Arvine de Sion AOC Valais by Esow (Japan)
- BIO Domaine Châtroz Blanc 2011 Sion, AOC Valais by Faith 47 (Südafrika)
- BIO Domaine Châtroz Blanc 2011 Sion, AOC Valais by Askew 1 (Neuseeland)
- Follie 2010, Pinot Noir de Sion AOC Valais by Jasm (Schweiz)
- Corbassière 2010, Cornalin de Sion AOC Valais by Trd 1 (Schweiz)
- BIO Domaine Châtroz Rouge 2011 Sion, AOC Valais by Mode 2 (Großbritannien)
- BIO Domaine Châtroz Rouge 2011 Sion, AOC Valais by Revok 1 (USA)
Alle Infos zum Weingut und zur Bestellung von “myFINBEC 2012″ finden Sie auf www.finbec.ch
Interview mit caratart Mentor Michael Gmeiner aka LawOne
15. August 2012 Interview, Künstler Kommentieren
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Wie sind Sie zur Graffiti-Kunst gekommen?
Am stärksten beeinflusst wurde ich durch die Graffiti Bilder, die man entlang der Bahnlinien und S-Bahn Strecken sehen konnte. Ich fragte mich damals wie die Künstler solch große und aufwendige Bilder malen konnten. Das faszinierte mich und ich wollte das auch ausprobieren. So kam ich 1995 über einen Freund, der zu der Zeit bereits sehr gut sprühen konnte, zu den ersten Versuchen mit der Sprühdose. Er brachte mir den Umgang mit der Dose bei und seitdem bin ich nicht mehr davon los gekommen.
Was ihr ihr bisher größtes Projekt?
Das größte Projekt, an dem ich beteiligt war, ist eine Kooperation mit mehreren Künstlern gewesen. Die zu gestaltende Wand war ca. 50 x 8 m groß. Dies geschah im Rahmen eines internationalen Graffiti Treffens in Wiesbaden.
Welches Projekt hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
Die freudvollsten Projekte für mich sind Graffiti Workshops mit Kindern und Jugendlichen, da ich auch beruflich oft mit ihnen zu tun habe. Als ich angefangen habe zu sprühen gab es solche Angebote nicht und ich wäre damals froh gewesen von erfahrenen Leuten die ersten Tipps und Tricks zu erlernen. So mussten wir uns alles selbst beibringen und dementsprechend oft Lehrgeld bezahlen J Die Faszination und den Eifer der Kids live mitzuerleben spornt mich selbst immer wieder an meinen persönlichen künstlerischen Weg weiterzugehen und bestärkt mich das Richtige zu tun.














































