caratart Mentoren im Interview – 1: Bombolo
30. Juni 2011 Interview, Künstler Kommentieren
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Deine Wander- und Studienjahre haben dich um die halbe Welt geführt. Was hast du von deinen zahlreichen Reisen für dich mitgebracht? Souvenirs & Inspiration?
Ja, in erster Linie Inspiration. Verständnis für andere Kulturen. Das eine oder andere Mitbringsel natürlich auch. Aber in erster Linie verändert sich dann ein Weltbild, das man in sich trägt.
Und wo war es am schönsten?
Das ist ganz schwer zu sagen. Es gibt überall mal was Schönes. Aber die Highlights waren eigentlich der Südwesten Amerikas, Alaska und auch der Himalaya und Neuseeland. Und auf dem Meer natürlich auch.
Also eigentlich auf der ganzen Welt!
Ja. Aber überwältigend, wenn man Natur mag, so wie ich, sind eigentlich die Rocky Mountains und Alaska. Und natürlich der Himalaya.
Wann und wie hast du die Malerei, die Kunst für dich entdeckt?
Nach einem längeren Aufenthalt über mehrere Jahre, immer wieder mit Unterbrechungen, in einem Zen Kloster in Japan.
Wie kommst du in einem Kloster auf die Kunst?
Das hat wohl in mir geschlummert und nach den vielen Jahren asketischen Lebens und Meditation hatte ich endlich den Mut das mal raus zu lassen.
Kannst du dich noch an dein erstes verkauftes Kunstwerk erinnern?
Ja. Ich weiß wo alle meine Bilder sind. Das war ein Indianer-Porträt. Und das waren auf einen Schlag gleich zwölf.
Also gleich ganz erfolgreich gestartet.
Ich hab gemalt und dann kam jemand, und wie das so im Leben ist, brachte jemand mit und fragte „Wo stellen Sie aus?“. Das war gar nicht meine Absicht. Und dann sagt er „Was wollen Sie dafür haben?“. Da hab ich ihm einen Preis genannt und da hat er die mitgenommen und hat mir nach vier Wochen das Geld gebracht. [lacht]
Deine Malerei strotzt vor kräftig leuchtenden Farben und birgt eine Vielzahl von Details. Hast du die Motive fertig im Kopf oder entwickelst du sie während des Malens?
Naja, es ist so. Ich gehe an die Leinwand und hab so eine Idee. Dann versucht man das in eine Form zu bringen oder auf die Leinwand zu bringen und dann läuft das auch weg. Dann entstehen Dinge während der Arbeit. Das tolle am Malen ist nicht das fertige Bild, sondern der Prozess. Der Weg dahin.
Es hat immer was mit der eigenen Befindlichkeit zu tun. Und das Spannende beim Malen ist eigentlich das, was mit einem selbst während dieses Aktes passiert. Da vergisst du alles, Zeit und Raum. Du warst plötzlich zehn Stunden im Atelier, hast nichts gegessen und gehst dann raus und bist völlig erschöpft.
Aber glücklich.
Ja, total. Und natürlich immer wieder überrascht. Spätestens am nächsten Morgen. Der erste Gang ist immer ins Atelier und dann sag ich „Wer hat denn das gemalt?“.
Oder dann hab ich eine Lösung für dieses Bild, was ich gerade in Arbeit habe. Das kann man auch schnell kaputt malen. Dann lässt man es mal stehen, dann schlaf ich drüber und dann geh ich morgens runter, der erste Blick und dann hab ich die Lösung. Meistens.
Welchen Tipp würdest du jungen Künstlern, die am Beginn ihrer Karriere stehen, mit auf den Weg geben wollen? Was ist für dich das Wichtige am „Künstler sein“?
Dass man die Freiheit hat, alles zu machen. Also nicht abmalen, nicht nachmalen. Versuchen, die Dinge auf die Leinwand, aufs Papier oder welches Medium auch immer zu bringen, die einen innerlich beschäftigen. Also authentisch sein. Versuchen, Dinge zu malen, die einen im Innersten berühren. Weil dann ist es malen; alles andere ist abmalen. Das würde ich einem jungen Künstler mitgeben. Sich nicht beirren lassen von Trends und Kunstzeitschriften und dem, was man in Museen sieht. Was wichtig ist, vielleicht im Kontext der Kunstgeschichte: Jedes Bild was jemand malt oder was ich zum Beispiel jetzt male beinhaltet ja schon, was weiß ich, zwei Millionen vorher gemalte Bilder.
Dieses Interview wurde erstmals veröffentlicht im Ausstellungskatalog zur Kunstausstellung “caratart Episode 1″. Blättern >>
Graffiti Event in München: Big Time an der Brudermühlbrücke
28. Juni 2011 Veranstaltung Kommentieren
Im Juli 2011 werden mehr als zwanzig renommierte Graffitikünstler aus ganz Deutschland den bereits legendären Wänden und Pfeilern der Brudermühlbrücke in München ein vollständig neues Erscheinungsbild geben. Am 02. und 03. Juli haben Kunstinteressierte die Möglichkeit den Aktiven live bei der Ausgestaltung der riesigen Fassaden beizuwohnen.
Weiter lesen »„caratart Episode 1“ mit der Vernissage „Vision & Sounds“ – Ein grossartiger Auftakt
21. Juni 2011 Projekte 1 Kommentar
Heute vor einer Woche, am 14. Juni 2011, feierten wir mit über 500 Gästen die Vernissage „Vision & Sounds“ zu unserer ersten Kunstausstellung „caratart Episode 1“. Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein toller Erfolg.
Weiter lesen »Interview: Sven Regener im Gespräch
3. Juni 2011 Künstler, Zitate Kommentieren
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Dominic Dillier, Redakteur und Moderator vom Schweizer Radio DRS 3, hatte das Vergnügen ein Interview mit Sven Regener u.a. über seine Bücher, die Musik von Element of Crime, Kunst und Berlin zu führen. Ein spannendes Gespräch. In voller Länge und dazu auch das Konzert von Element of Crime im Kiff in Aarau gibt es zu hören auf www.drs3.ch
Ein paar Zitate aus dem Interview, insbesondere rund um die Kunst, haben wir hier zusammengestellt.
Sven Regener…
…über Kritik
„Ein erstzunehmender Künstler wird ja das, was er macht, nicht ändern, nur weil irgendjemand schreibt, dass er das doof findet.“
„Ehrlichkeit ist für mich in der Kunst kein Kriterium.“
„Kritiker sind dem Publikum gegenüber verantwortlich und nicht mir.“
„Man darf sich nicht über schlechte Kritik beschweren, aber dann muss man sich auch für gute Kritik nicht bedanken.“
… über Kunst
„Ich hab auch keine Botschaft […] In der Kunst kommt es nicht drauf an, sich mitzuteilen oder auszudrücken.“
„Es geht darum, dass man Kunst macht. Das man etwas schafft, das es vorher nicht gab. Man spielt. deshalb mag ich auch nicht den Begriff der Arbeit in der Kunst. […] In der Kunst wird gespielt und das mögen wir an der Kunst. Wir wollen bei der Kunst nicht das Ergebnis harter Arbeit sehen.“
„Das Tolle an der Musik ist, das auch das Traurige schön ist. […] Im richtigen Leben macht das Traurige nicht glücklich. In der Musik aber schon. Das macht ja die Musik zu einer einzigartigen, tollen Kunst.“
…über das Zitat „Kunst ist, wenn einer sagt, dass es Kunst ist und jemanden findet, der ihm das glaubt.“ aus seinem Buch „Der kleine Bruder“
„Wir machen auch einen Fehler, wenn wir glauben, dass der Begriff Kunst an sich auch schon eine Wertung sei. Wir dürfen nie vergessen, es gibt auch schlechte Kunst. […] Wenn etwas Kunst ist, dann ist es Kunst. Es nützt nichts zu sagen, das ist keine Kunst, weil das doof ist oder so. Nein, Kunst kann auch doof sein. Kunst kann auch langweilig sein. Aber trotzdem ist es Kunst. In dem Moment wo ich selber sage, dass es Kunst ist und ich einen finde, der mir das glaubt.“
„Auch die Liebe zur Kunst ist keine Tugend. ich finde es toll, wenn die Menschen Kunst lieben, aber es gibt auch Leute, die können damit nichts anfangen. Dann ist das auch in Ordnung. Das sind alles nur Angebote.“
…über Berlin
„Es ist die größte Stadt, die wir haben. Und in gewisser Hinsicht auch die Entspannteste. Weil Berlin ja eine Stadt ist, die ja gar nicht gebraucht wird. Berlin ist ja eigentlich in Deutschland eine völlig sinnlose Stadt. […] Ich persönlich lebe da wahnsinnig gern, aber es ist eben doch eine sehr entspannte Stadt, weil sie sehr wenig wirtschaftlichen Druck ausübt. Man kann dort ziemlich leicht leben. Das macht es für viele Künstler, vor allem junge Künstler, sehr einfach dort hinzugehen und sich über Wasser zu halten.“
„Nach einer Woche Berlin sind sie einfach dabei. Das interessiert keinen Menschen mehr, wo er herkam, wer sie sonst so sind, was sie vorhaben und wo sie geboren sind, ob sie Berliner sind. Das interessiert einfach keinen Menschen; das ist völlig egal.“
Ausstellungstipp: caratart Künstler und Mentoren ausserhalb von „caratart Episode 1“
27. Mai 2011 Ausstellungen Kommentieren
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Sie sind vom 14. bis 19. Juni 2011 während unserer Ausstellung „caratart Episode 1“ zu sehen. Wer es aber nicht nach Weil am Rhein (vis à vis von Basel) schafft und sich mit der virtuellen Ausstellung im Internet nicht zufriedengeben möchte hat hier und da die Möglichkeit, die Künstler in anderen Ausstellungen zu entdecken.
Eine kleine Zusammenstellung:
Stefan Beltzig stellt seinen neusten Bilderzyklus aus New York vom 01. bis zum 19. September im Kunstpavillon in München vor.
Bilder aus verschiedenen Kunstfotografie Projekten vom Stuttgarter Fotografen Werner Pawlok kann man in den folgenden Ausstellungen sehen:
- „Light my Fire“ – Gruppenausstellung kuratiert von Amrei Heyne, Nimbus Group Mock-Up , 27. Mai bis 07. Juli 2011. Infos auf www.amreiheyne.com
- “POLAROID (IM)POSSIBLE” The Westlicht Collection, vom 17. Juni bis zum 21. August in Wien. www.westlicht.com
- „Photography in the Fast Lane – Mercedes Benz through the lens of famous photographers”, Galerie der Stadt Sindelfingen, 03. Juli bis 28. August 2011.
Die Bilder der Künstlerin Christine Battaglia-Zumstein sind ab dem 29. Mai bis zum 03. Juli in der Ausstellung „ALL IN ONE – Kesselhauskünstler in der Städtischen Galerie“ im Stapflehus Weil am Rhein zu sehen. Im Herbst (Oktober / November) stellt sie im Kulturcafé im Kesselhaus aus.
Zeichnungen von Guido Michl sind Bestandteil der Ausstellung „Krieg im Frieden“ vom 13. Mai bis 12. Juni im Kunstpavillon München.
Der Kalender vom Graffiti-Künstler Helge Steinmann a.k.a. Bomber hält auch einige Termine für das laufende Jahr bereit. Morgen, am 28. Mai, gibt es zum Beispiel eine Live Graffiti Art Aktion für Amnesty International auf zwei Flächen auf der Konstabler Wache in Frankfurt am Main. Alle Termine gibt’s auf www.bomber.de
Stefan Stichler hat eine kleine Ausstellungspause eingelegt. Im Oktober 2011 meldet er sich mit der Einzelausstellung „One“ in der heyne kunst fabrik in Offenbach zurück.
Der Fotograf Tom Zilker plant für Juli 2011 die Teilnahme an einer Gruppenausstellung in München.
Die Vielfalt und die Kontraste unterschiedlichster Kunstrichtungen, Stile und Künstler gibt es aber nur bei uns. Zum Glück werden wir die Ausstellung „caratart Episode 1“ über den 19. Juni hinaus fortsetzen. Mit Reproduktionen der Kunstwerke. Kein Vergleich mit dem Original bieten die Reproduktionen aber einige Vorteile: Sie erlauben einen Einblick in das Schaffen des Künstlers gleichzeitig an mehreren Orten (in allen teilnehmenden carathotels) während das Original dem Künstler für weitere Ausstellungen und natürlich für den Verkauf weiter zur Verfügung steht. Ein schöner Kompromiss.
caratart Episode 1: 18 Künstler, fast 200 Kunstwerke, 1 Vernissage Event
25. Mai 2011 Ausstellungen Kommentieren
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In weniger als drei Wochen, am 14. Juni 2011, findet die Vernissage zur Ausstellung „caratart Episode 1“ im carathotel Basel / Weil am Rhein statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Vorfreude bei allen Beteiligten steigt rasant.
Das Programm für den Abend des 14. Juni steht. Um 20.30 Uhr geht es los. Eingeladen sind alle Gäste, Freunde und Interessierte aus der ganzen, grenzüberschreitenden Region. Der Eintritt ist natürlich frei. Ab 21 Uhr und den ganzen Abend lang sind individuelle Besuche der Kunstausstellung auf den 10 Etagen des Hotels möglich.
Die Kunstausstellung zeigt vom 14. bis 19. Juni nicht etwa einen Künstler, einen Stil oder ein Thema. Diese Ausstellung zeigt Kontraste! Zu entdecken gibt es fast 200 Kunstwerke von 18 Künstlern. Malerei, Zeichnung, Graffiti, Fotografie, Konzeptkunst, Holzbildhauerei… Auf Leinwand, Papier, Holz… Mit Pinsel, Stift, Kamera… Mit Öl, Acryl, Gouache, Aquarellfarben, Bleistift, Buntstiften, Tempera, Pastell, Tusche, Tinte… Klein und Groß… Realistisch und Phantasievoll… Ein abendfüllendes Programm. Und es gibt noch mehr!
Gegen 22 Uhr, wenn nicht nur die Sonne untergegangen sondern auch die Dämmerung vorüber ist wird es Zeit für das Highlight des Abends: Die gigantische Video-Installation „Sweet Dreams“ auf der Hotelfassade. Diese Installation wird mittels Video Mapping realisiert. Dabei wird eine Fläche von etwa 250 qm (ca. 8 Meter in der Breite und ca. 32 Meter hoch) bespielt. Realisiert wird das Projekt von Junifrost unter der Regie von Esterina Zarrillo. Diese Vorführung ist einmalig und es wird sie in dieser überwältigenden Darstellung nur an diesem Abend geben.
Dabei sein lohnt sich. Für das leibliche Wohl sorgen unsere Partner, zum Beispiel von Desperados, Bitburger und Red Bull. 1.000 Freigetränke werden ausgeschenkt!
Informationen
… zur Kunstausstellung >>
… zum Vernissage-Event >>
3D Mapping Videoprojektion
2. Mai 2011 Projekte Kommentieren
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Unter 3D Mapping versteht man eine relativ neuartige Technik, mit der man Grafiken, Bilder, Animationen und Videos auf plastische oder dreidimensionale Objekte, wie zum Beispiel Häuser, projizieren kann. Dazu werden zunächst die genauen Maße der einzelnen Flächen des verwendeten dreidimensionalen Objektes ermittelt. Danach wird meist ein 3D Modell des Objektes am Computer erstellt und das zu projizierende Material auf dieses angepasst. Zur Videoprojektion werden normalerweise mehrere Beamer eingesetzt.
Diese technischen Angaben werden womöglich nur wenige als sonderlich interessant oder sogar als spektakulär empfinden, doch wer schon einmal in den Genuss einer Demonstration oder eher Darbietung von einer 3D Mapping Videoprojektion gekommen ist und diese Technik mit eigenen Augen gesehen hat, wird das Erlebte sicherlich nicht mehr vergessen. Es ist geradezu atemberaubend, was durch 3D Mapping alles möglich ist. Was man bei einer Veranstaltung, bei der diese außergewöhnliche Technik dargeboten wird, zu sehen bekommt, ist nur sehr schwer in Worte zu fassen. Man kann sich das dabei Gezeigte nicht wirklich vorstellen, bis man es selbst gesehen hat.
So betrachtet man beispielsweise zunächst das Gebäude, welches als Leinwand (falls man es so nennen möchte) für die Videoprojektion dient, und alles scheint wie immer. Doch plötzlich sieht es aus, als ob das gesamte Gebäude wie eine Fahne im Wind wehen würde oder es fällt komplett in sich zusammen und es scheinen nur noch die Ruinen des Gebäudes übrig zu sein. Es ist auch möglich, dass sich Wasserfälle aus den Fenstern des Gebäudes zu ergießen scheinen oder Fische in 3D aus einem Fenster geschwommen kommen und wieder in einem anderen verschwinden. Wenn dann bei der Darbietung von 3D Mapping Videoprojektion auch noch reale Attraktionen, wie zum Beispiel ein Feuerwerk geboten werden und die Geräuschkulisse auf die Animationen passend abgestimmt ist, verschwimmen geradezu die Grenzen zwischen Realität und Videoprojektion.
Wer sich dies alles nun verständlicherweise nicht richtig vorstellen kann, kann im Internet nach Videos solcher Veranstaltungen suchen, doch auch diese lassen nicht im vollen Ausmaß erahnen, wie es ist, bei einer 3D Mapping Videoprojektion selbst vor Ort zu sein. Weitaus lohnender ist es, gezielt danach Ausschau zu halten, wann und wo man eine 3D Mapping Videoprojektion erleben kann.
Da 3D Mapping Videoprojektion noch sehr aufwändig und dadurch wenig verbreitet ist, ist nur sehr schwer abzusehen, welche Einsatzmöglichkeiten diese beeindruckende Technik noch alles bieten wird. Zum Einsatz kamen 3D Mapping Videoprojektionen bereits bei Konzerten, in Vergnügungsparks und bei einmaligen Events. Gut denkbar ist die Verwendung von 3D Mapping auch im Theater, wo sie zur Erweiterung von Bühnenbildern genutzt werden könnte. Ebenso kann man sich 3D Mapping Videoprojektion auch in Clubs und Diskotheken sehr gut vorstellen.
3D Mapping live erleben!
Am 14. Juni 2011 zur Vernissage unserer Ausstellung „caratart Episode 1“ bieten wir ihnen eine 3D Mapping Videoprojektion auf der vollen Höhe des carathotel Basel. Etwa 250 Quadratmeter Projektionsfläche verwandelt das Team von Junifrost (Regie: Esterina Zarrillo, Roland Olbeter, Bombolo) in eine zauberhafte 3D Welt. Live und nur an diesem Abend!
Mentoren beflügeln
19. April 2011 Künstler 1 Kommentar
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Mit der Gründung des Kunstvereins caratart e.V. haben wir auch unser Mentorenprogramm ins Leben gerufen. Wir wollten etablierte Künstler gewinnen, den jungen und kreativen der Szene bei ihrem Start unterstützend zur Seite zu stehen.
Auszug aus unserer Pressemitteilung:
Während an Kunsthochschulen bereits Mentorenverhältnisse zwischen Studierenden und Lehrenden gängig sind, sind Mentorenprogramme außerhalb der Hochschullandschaft eher rar. An dieser Stelle setztcaratart e.V. an: „Junge Kunstschaffende brauchen heute mehr denn je nicht nur motivierende Vorbilder, sondern auch Türöffner für die wettbewerbsintensive Kunstszene“, sagt Željko Holik, Vorsitzender von caratart e.V.
Und nach so kurzer Zeit haben wir bereits 5 renommierte Künstler unterschiedlicher Stilrichtungen gewinnen können, die nicht nur den Künstlern sondern auch uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dafür an dieser Stelle ein herzliches und dickes DANKESCHÖN!
Unsere Mentoren möchten wir hier kurz vorstellen. Weitere Informationen zu den Künstlern finden Sie auf den verlinkten Seiten oder unter “Mentoren”.
Werner Pawlok, Fotograf
“Erkenntnisdrang und eine immerwährende Lust am Neuen sind seine Triebfedern. Festzulegen ist er nicht, einzugrenzen schlecht – und genau deshalb immer wieder überraschend.“ Andreas Baumgartl über Werner Pawlok
Hendoc, Holzbildhauer
Mit 14 Jahren fällte er seinen ersten Baum mit der Kettensäge und zerlegte dabei den Mercedes des Nachbarn. Was für andere ein Grund gewesen wäre, sich ein neues Hobby zu suchen, war für ihn der Grund erst richtig loszulegen.
Stefan Beltzig, Zeichnungen
Mit dem Abschluss von der Akademie der Bildenden Künste in München und dem ersten Preis seiner Karriere in der Tasche konzentrierte er sich zunehmend auf Realismus und illusorische Effekte in seinen Werken. Seit 1979 hat er sich ganz der Zeichnung zugewandt.
Roland Olbeter, Rob Art, Bühnenbild und Installationen
Olbeters Werke zeichnen sich durch eine technische Raffinesse aus, die im Theater und der bildenden Kunst Ihresgleichen sucht. 1992 hat er zum Beispiel an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Barcelona führend mitgewirkt.
Bombolo, Malerei und Skulptur
Der Künstler Bombolo bezieht seine Inspiration aus seinen zahlreichen Reisen rund um den Erdball und widmet sich mit Leidenschaft seinen Skulpturen und der Malerei.
Wir freuen uns riesig, euch an Bord zu haben und blicken voller Vorfreude auf die fruchtbare Zusammenarbeit!
Lichtmalerei – zurück zur Unschärfe
9. März 2011 Künstler Kommentieren
Weg von der digitalen Schärfe, hin zur gemalten Unschärfe. Die Lichtmalerei als neuer Bereich der fotografischen Kunst.
Der Begriff „Fotografie“ leitet sich ursprünglich aus dem Griechischen ab: phos – das Licht und graphein – malen. Die Fotografie ist demnach nichts anderes als eine Art, mit Licht zu malen, eine Lichtmalerei.
In ihren Gründertagen prägte die Fotografie tatsächlich noch die Anlehnung an die Malerei. Bedingt durch lange Verschlusszeiten, geringe Fokussiermöglichkeiten und Bewegungsunschärfe, die den Abbildern eine malerische Anmutung gaben.
In den letzten hundert Jahren hingegen entfernte sich die Fotografie davon und wurde eine immer exaktere Technik zur möglichst realistischen Abbildung von Objekten. Der Pixelrausch in manchen Bereichen der digitalen Fotografie ist nur ein Ausdruck dieser Technisierung. Dessen ungeachtet entwickelte sich aber parallel dazu die Fotografie auch zu einer eigenständigen und anerkannten Kunstform.
Denn was ist eigentlich der Kern der Fotografie, das Bestreben der Fotografen? Im Endeffekt nimmt jeder Fotograf für sich in Anspruch, eine real existierende Situation darstellen und gleichzeitig interpretieren zu wollen. Mit dem gezielten Einsatz von Licht &, Schatten, Schärfe & Unschärfe, Schnitt & Bildkomposition soll die angestrebte Bildaussage dem Betrachter vermittelt werden. Die Perspektive des Fotografen wird zugleich zur Perspektive des Betrachters.
Nun haben gerade der Boom digitaler Kompaktkameras und die Visualisierung der Medien zu einer gefühlten Schwemme an technisch einwandfreien überschärften Bildern geführt. Nehmen wir diese emotional überhaupt noch wahr? Darüber lässt sich streiten. Viele Top-Fotografen begegnen diesem Trend inzwischen durch neue kompositorische Elemente der Bildgestaltung und Lichtführung, bewussten Übertreibungen oder einer Reduktion der Bildinhalte.
Emotionalisierung der Fotografie.
Einen anderen Kontrapunkt zur digitalen Exaktheit stellt für mich die Technik der Lichtmalerei dar. Durch den bewussten Einsatz von Unschärfe und Bewegung während der Aufnahme wird eine Fotografie zu einer Malerei, zu einem nicht-realen Abbild.
Betrachtet man eine Lichtmalerei mit genügend räumlichen Abstand, so ist nicht zwingend zu unterscheiden, ob es sich bei dem Bild um eine Fotografie oder eine impressionistische Malerei handelt. In der Natur bestehende Strukturen werden interpretiert, verstärkt, mit der vorhandenen Lichtstimmung modelliert und verwaschen. Damit kann das wesentliche Merkmal des abgebildeten Objekts zum Vorschein kommen.
Nehmen wir eine Baumgruppe aus dem englischen Garten in München als Beispiel:
Ich sehe deutlich den Frühling, Gänseblümchen sprießen auf der Wiese, das Licht sucht sich seinen Weg durch die Blätter der Kronen, die gehalten und gestützt werden von drei mehr oder weniger starken Stämmen. In der Malerei könnte ein solches Bild durchaus in der Tradition des Impressionismus und der Bildsprache eines Claude Monet im Sinne der Plein Air verstanden werden.
Der Versuch, das Licht und seine stets unterschiedliche Wirkung auf Objekte, Farben, Kontraste und Atmosphäre festzuhalten, ist das klassische Sujet des Impressionismus. Die Lichtmalerei schließt sich dem an.
Rein technisch gesehen entsteht ein solches Bild nicht als zufällig verwackelter Schnappschuss. Die durch einen Graufilter verlängerten Belichtungszeiten werden durch die Bewegung der Kamera, des Fotografen und der Objekte genutzt, um das Bild in der gewünschten Weise zu modellieren. Ein Prozess, der auch längere Zeit in Anspruch nehmen kann und den Fotografen dazu herausfordert, sich intensiv mit dem Objekt auseinanderzusetzen.
Nehmen wir als weiteres Beispiel die BMW Welt in München. Dank ihrer besonderen Architektur gewiss ein Objekt, das bereits tausendfach auf Film und digitale Speicherchips gebannt wurde. Beim ersten Betrachten eines solchen Bildes mag der Betrachter noch fasziniert sein. Nach 20 ähnlichen Bildern in unterschiedlichsten Varianten flacht diese Faszination schnell ab. Und damit auch die Wirkung dieses architektonischen Meisterwerks.
Mit der Technik der Lichtmalerei gelingt es mir als Fotograf aber, das Wesen des Objektes wieder neu zum Vorschein zu bringen: die Flächen, die geometrischen Strukturen in der Fassade, die Licht und Schatteneffekte der späten Nachmittagssonne, die durch den Architekten beabsichtigte Gesamtwirkung.
Jeder Betrachter kann sich selbst ein Bild davon machen, als Fotograf gebe ich keine Interpretation vor. Und genau das ist das für mich Faszinierende an der Lichtmalerei. Es bleibt Raum für Interpretationen. Meine Perspektive, mein Blickwinkel, muss nicht zwangsläufig auch der des Betrachters sein.
Eine aus meiner Sicht interessante Entwicklung, die weiter betrachtet werden sollte. Ich empfehle hierzu auch die Seiten von Jürgen Wassmuth, BFF, von dem ich vieles zur Lichtmalerei lernen konnte.
Selbstverständlich existieren neben der Lichtmalerei auch noch andere künstlerische Stilrichtungen mit einer ähnlichen Zielsetzung oder Technik. Hier eine kleine unvollständige Auswahl verwandter Themen:
- künstlerische Fotomontage, Digital Art & Composing – die Erschaffung neuer Welten aus einer Collage realer Fotografien am Computer
- Lightpainting – Licht abgestrahlt von Neonbeleuchtungen, Tablet-PCs, Smartphones oder Taschenlampen wird als Pinsel verwendet, um nicht existierende Objekte in ein Bild zu zaubern. Oder das beachtenswerte Projekt von Dentsu London. Eine Technik, die auch die Aufmerksamkeit von Pablo Picasso weckte.
- Blendenflecke (Lens Flares) und Streiflicht der Sonne werden in der Werbefotografie wieder bewusst zum gestalterischen Mittel um Bildern einen wärmeren, natürlicheren Ton zu geben (z.B. aktuelle Kampagnen von Stefanel oder Gucci)
- Tilt-Shift-Effekte durchbrechen die gewohnte Seherwartung der Betrachter mit verlagerten Schärfebereichen.
[Danke an Tom Zilker für diesen tollen Gast-Artikel!]
München: Ausstellungshighlights 2011
22. Februar 2011 Ausstellungen Kommentieren
Münchens Museumslandschaft haben wir ja in diesem Post bereits kurz vorgestellt. Hier kommen nun ein paar Highlights aus dem Ausstellungsprogramm für dieses Jahr.
Cornelius Völker in der Villa Stuck
Die Münchner Villa Stuck zeigt zum ersten Mal eine umfassende Werkschau der großflächigen Gemälde von Cornelius Völker. Mit kräftigen und meist dick aufgetragenen Farben entwickelt Cornelius Völker eine neue Sicht auf Gegenstände und Motive des Alltags. Cornelius Völker (*1965) studierte zwischen 1989 und 1995 an der Kunstakademie Düsseldorf.
Die Ausstellung ist vom 17. Februar bis zum 08. Mai 2011 in der Villa Stuck in München zu sehen. Details gibt es auf www.villastuck.de
62. Große Kunstausstellung
Im Haus der Kunst findet eine der bedeutendsten Ausstellungen zur Gegenwartskunst statt: Die 62. Große Kunstausstellung vom 1. Juli bis 21. August steht unter dem Motto “Tierisch”.
www.grossekunstausstellungmuenchen.de
Blaues Jahr in München
Das Jahr 2011 wird in München blau: Zum einen jährt sich die Geburtsstunde der Künstlervereinigung “Der Blaue Reiter”, zum anderen starb vor 125 Jahren der legendäre bayerische Märchenkönig Ludwig II, dessen Lieblingsfarbe “Blau” war.
Zahlreiche Museen in München und Oberbayern, huldigen dem 100-jährigen Jubiläum der Künstlervereinigung mit Sonderausstellungen und Künstlerspaziergängen auf den Spuren “des Blauen Reiters”. U.a. begleiten in der Pinakothek der Moderne spezielle Führungen durch eine Sonderausstellung zum “Blauen Reiter”, im Völkerkundemuseum sind ab Juni jene exotischen Motive zu sehen, die die Künstler des Blauen Reiters zur expressionistischen Malerei anregten.
Im Lenbachhaus kann am 24. Oktober in einer szenischen Lesung anlässlich des 100-jährigen Jubiläums die legendäre Redaktionssitzung für den Almanach “Der Blaue Reiter” nacherlebt werden. Im Alpenvorland befinden sich fünf Museen, von denen sich jedes auf seine eigene, besondere Weise dem Werk der “Blauen Reiter” widmen: Das Schlossmuseum Murnau und das Münte-Haus, das Franz-Marc-Museum in Kochel, das Buchheim Museum der Phantasie in Bernried und das Stadtmuseum Penzberg. In diesen Häusern finden 2011 diverse Ausstellungen rund um die Künstler des “Blauen Reiters” statt. Im “Blauen Jahr” stehen außerdem Wanderungen auf den Spuren des Blauen Reiters im Programm: Kunstspaziergänge führen zu den Originalschauplätzen aus dem Leben von Wassily Kandinsky in Murnau oder zu den Spuren von Franz Marc in Kochel.
Alle Informationen und Veranstaltungen zum „Blauen Jahr“ in der Übersicht gibt es auf muenchen.de




